Offizieranwärter der Sanitätsakademie bei der Lebenshilfe

Zu einem sechsmonatigen Ausbildungsblock zum „Offizier des militärfachlichen Dienstes im Sanitätsdienst“ zählen auch zwei Praktikumstage der Offizieranwärter bei der Lebenshilfe München. „Die angehenden Offiziere sind keine ‚Neueinsteiger‘ bei der Bundeswehr, sondern gediente Soldaten im Range eines Oberfeldwebels/Hauptfeldwebels, die den Sprung von der mittleren zur gehobenen Laufbahn machen,“ erklärt Oberstleutnant Karlheinz Romeis, Inspektionschef der Offizierausbildung. Insgesamt nimmt dieser Karrieresprung drei Jahre in Anspruch, zwei davon für das im Vorfeld stattfindende Studium. Um sich dafür zu qualifizieren sind Bestnoten gefordert und zudem wird ein Leistungsprofil erstellt.

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Oberstleutnant Karlheinz Romeis (r.) und Hauptmann Christian Jungwirth (l.) vor dem Wappen des ‚Zentralen Sanitätsdienstes der Bundeswehr‘. Foto: Gerd Spranger

Genau gegenüber des Kaserneneingangs an der Neuherbergstraße ist die ‚Silvia Görres Schule‘, ein privates Förderzentrum mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, der Lebenshilfe München mit angeschlossener Heilpädagogischer Tagesstätte. So kam der erste Kontakt ‚fast von allein‘ zustande. Hier werden Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung und Mehrfachbehinderung, mit autistischen Verhaltensweisen, Anfallserkrankungen und Verhaltensproblemen gefördert und betreut. „Für unsere Soldaten ist es wichtig, bei Belastungssituationen und bei ungewöhnlichen Situationen ruhig und überlegt zu bleiben. Und der Umgang mit Menschen, die einen sehr erhöhten Förderbedarf haben, setzt hohe Anforderungen,“ weiß Hauptmann Christian Jungwirth, Leiter für die Offizieranwärter des militärfachlichen Dienstes im Sanitätsdienst. Er hat seine Studenten dabei mehrfach begleitet und auch für ihn war es zunächst Neuland.   Weiterlesen