Inklusionspreis 2022 und das Engagement der Lebenshilfe München

– Alpen.Leben.Menschen: eine Kooperation
vom Malteser Hilfsdienst und dem Alpenverein –

Alle zwei Jahre vergibt der Bezirk Oberbayern einen Inklusionspreis. Für das Jahr 2022 bewarben sich 48 Organisationen mit besonderen Projekten und jetzt wurden die Sieger gekürt. Den ersten Platz, und damit das Preisgeld von 5.000 Euro, gewannen der Malteser Hilfsdienst und der Alpenverein DAV. Der Bezirk Oberbayern möchte mit der Aktion ein Zeichen setzen, das einerseits die Heimat würdigt, anderseits aber ebenso eine lebendige Vielfalt. Das gelang mit dem Gemeinschafts-Projekt A.L.M (Alpen.Leben.Menschen) des Malteser Hilfsdienstes und des Alpenvereins in besonderer Weise.

Foto: Bezirkstagspräsident Josef Mederer (Bildmitte) beim Gruppenfoto mit den Preisträgern des Inklusionspreises 2022. Die ersten drei Preise gingen an: Malteser Hilfsdienst und DAV-Alpenverein, an die Musikschule Ismaning e. V. für ihr Projekt eines inklusiven Musikunterrichts mit Instrumenten. Den dritten Preis gewann der Verein „Gemeinsam Leben – Gemeinsam Lernen“, zur Förderung der gemeinsamen Erziehung behinderter und nichtbehinderter Kinder e. V., Geretsried für das Projekt „Theater für Alle“. Foto: Peter Bechmann © Bezirk Oberbayern.

Bezirkstagspräsident Josef Mederer bekräftigt bei der Preisverleihung: „Inklusion macht unsere Gesellschaft stark und bereichert das Leben aller Menschen. Gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen findet in Familien, Vereinen, in Stadt und Land statt. Das heimatliche Leben ist geprägt vom vorurteilsfreien und wertschätzenden Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderungen. Das hat die Ausschreibung unseres Inklusionspreises erneut gezeigt. Bei 48 spannenden Bewerbungen ist unserer Jury die Wahl nicht leicht gefallen.“

A.L.M. – Wandern berührt die Sinne. Fotos: Birgit Winter

Dabei verdeutlicht das Projekt A.L.M. den Wert und die Möglichkeit für ein wertschätzendes Miteinander aller Menschen in den Bereichen Kultur, Umwelt, Natur und Mobilität bei gleichzeitig gelebter Inklusion. Dafür sicherte sich der Malteser Hilfsdienst die Unterstützung der Lebenshilfe München als Projektpartner. Die Organisationen, DAV-Alpenverein, Malteser Hilfsdienst und die Lebenshilfe München bieten gemeinsame Ausflüge und Wandertouren für Menschen mit und ohne Behinderungen an.

Um was geht es beim Projekt Alpen.Leben.Menschen? ALM steht für ein Naturerlebnis in den Bergen, für Gemeinschaft und Kommunikation in einem geschützten Raum. Gut organisierte und begleitete Wandertouren im Einzugsgebiet von München sollen genau das ermöglichen. Einen guten Einblick zu dem Projekt zeigt ein Kurzfilm, der eine Gruppe bei ihrer Fahrt über den Staffelsee und von der Anlegestelle Murnau-Achele bei ihrem Drachenstich-Rundweg begleitete (Link zum Film siehe unten). Zu Wort kommen dabei Teilnehmer, Begleiter, Tourenführer und Initiatoren wie: Angela Hofmann, Tobias Frimmer, Karin Artmann, Marzeya Said, Larissa Mackert, Osama Falyouna und Birgit Winter, die A.L.M. – Projektverantwortliche. Sie erläutert das Anliegen:

Inklusion und Integration: Menschen fördern und zusammenbringen

„Wir bringen verschiedenste Menschen zusammen, geben ihnen die Möglichkeit die Heimat und das Umfeld kennen zu lernen und sich in der Natur zu bewegen. Ebenso trägt es dazu bei, sich für andere Kulturen und Lebenssituationen zu öffnen.“ Sie unterstreicht diesen Aspekt mit einer persönlichen Erfahrung. „An unseren Touren nehmen auch viele Geflüchtete teil. Ein Ehepaar berichtete mir, dass es für sie nach Jahren das erste Mal war, außerhalb der Stadt in die Natur zu kommen. Sie hatten das Erlebte als eine tiefe Befriedigung empfunden, was ihnen wieder Kraft zum Weitermachen gegeben hat.“

A.L.M. – Gemeinsam Erlebtes verbindet

Dabei erinnert sich Birgit Winter an einen schwierigen Start des Projektes. „Wir haben das ursprünglich auf die Förderung von Geflüchteten ausgerichtete Projekt (mehr dazu siehe unten) 2019 erweitert, um auch Menschen mit Behinderung einzubinden. Gelebte Inklusion ist und war uns dabei ein Herzensanliegen. Die ersten Touren starteten wir 2021, zunächst nur in einem 1:1-Team, denn anders war es aufgrund der verhängten Corona-Beschränkungen nicht möglich. Die aufgebauten Corona-Hürden verzögerten das Ganze etwas, doch haben wir unser Ziel weiter verfolgt und bis heute über 1600 Teilnehmer auf den Touren begleitet.

Michael Ruoff, von der OBA der Lebenshilfe München erinnert sich an die erste Kontaktaufnahme. „Es war zunächst noch nicht ausgearbeitet, wie Menschen mit Behinderung möglichst barrierefrei zu erreichen sind. Dabei kam uns das eigene blaue Lebenshilfe-Programmheft der OBA zugute. Heute sind die A.L.M. -Touren ein fester Bestandteil davon.“

Für die Lebenshilfe München eine willkommene Ergänzung

Für Michael Ruoff zählen begleitete Wanderungen mit Menschen mit Behinderung seit über 20 Jahren zum Lebensalltag. „Über die OBA bieten wir ja selbst Wanderungen, Ausflüge und mehrtägige Urlaubsreisen bei hoher Nachfrage an. Die neuen A.L.M.-Angebote sind eine willkommene Ergänzung. Mit der Kooperation hin zu den Malteser-Hilfsdiensten und dem DAV-Alpenverein werden mehr Menschen eingebunden, so dass mehr Inklusion gelebt wird.“

A.L.M. – Der Natur so nahe und berührende Begegnungen

Ein Anliegen, das dem Pädagogen sehr am Herzen liegt. „Wir wählen schon immer bewusst den MVV als Transportmittel für unsere Ausflüge, obwohl ein Bus flexibler und einfacher wäre. Es ist uns aber wichtig, mit unseren kleinen Gruppen öffentlich sichtbar zu sein, als selbstverständlicher Teil der Gesellschaft. Leider sind wir mit 15 bis 20 Teilnehmer immer am Limit. Die Nachfrage ist größer.“ Auch Geschäftsführer und Vorstand der Lebenshilfe München, Peter Puhlmann, freut sich über den Erfolg der Aktionen, weil „Inklusion dann gelebt ist, wenn man nicht mehr merkt dass sie gelingt!“

Für Birgit Winter ist der DAV-Alpenverein als Veranstalter der Touren unverzichtbar. Er trägt das Projekt organisatorisch mit. „Wir haben je nach Gruppengröße ein bis zwei A.L.M. -Tourenleiter und einen ausreichenden Betreuerschlüssel. Wir brauchen eine Struktur, auch für den ungewöhnlichen Fall, wenn mal ‚was passiert‘. Das ist bei Touren in der freien Natur nicht ausgeschlossen, und sei es nur ein verstauchter Knöchel. Generell sind die Angebote in leichte und mittlere Wanderungen mit kleinen Steigungen unterteilt.“

Auch sie erkennt eine große Nachfrage. Darum wollen der Malteser Hilfsdienst und der DAV-Alpenverein das Preisgeld vom Bezirk vor allem in die Schulung der Tourenleiter und von weiteren Betreuer*innen investieren.

Wie kam es zu dem Projekt: Hintergründe und Stimmen

Die Initiatoren Erik Waalkes (Malteser Hilfsdienst), Stefan Winter (Deutscher Alpenverein) sowie Birgit Winter (Projektleitung A.L.M.) über die inklusive Freizeitgestaltung.

Wie hat bei Alpen.Leben.Menschen alles angefangen?

Erik Waalkes: Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) organisierte Anfang 2016 einen Workshop in Berlin zum Thema Integration und Umweltbildung. Dazu lud sie Sozial- und Umweltverbände sowie Hilfsorganisationen ein. Hier nahmen jeweils eine Vertretung der Malteser und des Deutschen Alpenvereins teil. Glücklicherweise haben sich beide im Workshop austauschen können. Hieraus erwuchs in kürzester Zeit die Idee A.L.M. zu gründen, da sich die bestehenden Strukturen der Malteser und des DAV im Alpenraum sehr gut ergänzt haben. Zudem brachte jede Seite genau das ein, was die jeweils andere noch benötigte.

Seit wann veranstalten Sie inklusive Ausflüge und Unternehmungen?

Erik Waalkes: Die erste Projektphase von A.L.M. startete bereits 2016 mit den ersten Integrationstouren. 2019 fanden dann die ersten Inklusionstouren statt.

Malteser Hilfsdienst und der Deutsche Alpenverein – eine ungewöhnliche Kooperation?

Stefan Winter: Aber ja, zunächst mussten sich die beiden Verbände kennenlernen, denn sie kommen ja aus unterschiedlichen Bereichen, der Wohlfahrt und dem Sport, mit unterschiedlichen Ideen, Idealen und Handlungsfeldern. Die gemeinsame Überzeugung, Teilhabe von Menschen mit Behinderung in der Gesellschaft voranzubringen, hat uns dann zusammengeschweißt, und die konkrete Arbeit begann. Jeder brachte sein Wissen, Können und Engagement ein – bis heute! Eine ideale Symbiose von Sport und sozialem Handeln für ein inklusives Miteinander mit Aktivitäten in der Natur, am Berg und in der Kletterhalle, die allen gefallen.

Wie viele Menschen engagieren sich in dem Projekt?

Birgit Winter: Von 2019 bis März 2022 konnten wir trotz Corona über 1 000 Teilnehmende auf unseren Touren begrüßen, davon 149 Menschen mit Behinderungen. Heuer haben wir von April bis Oktober insgesamt 46 Aktionen angeboten, davon 13 inklusive Ausflüge. Wir erreichten damit 665 Teilnehmende, davon 92 mit Behinderungen. Wir versuchen Mitwirkenden, die oft mit dabei sind, auch Verantwortungsbereiche zu übergeben im Sinne der Teilhabe.

Was sind die Ziele des Projekts?

Birgit Winter: Unser Ziel ist es, viele unterschiedliche Menschen zusammenzubringen. A.L.M. lädt auch gezielt Menschen, die geflüchtet sind, zu den Ausflügen ein. Die Gruppen auf den Touren sind also immer bunt gemischt. In der Natur und beim gemeinsamen Wandern gibt es so viele Gelegenheiten, miteinander zu sprechen und sich kennen zu lernen. Es gibt Möglichkeiten einander zu helfen und Unsicherheiten im Umgang miteinander abzubauen. So entstehen ein Miteinander und ein Verständnis füreinander. Unsere Teilnehmenden sind Botschafter für Toleranz und Inklusion.

Welche Veranstaltungen bieten Sie an?

Birgit Winter: Unser Angebot reicht von Wandertouren und Ausflügen in Natur und Berge, über Bouldern und Klettern bis hin zu Esel- und Lama-Wanderung. Außerdem veranstaltet A.L.M. in Kooperation mit anderen Organisationen Social Days, an denen Menschen mit körperlicher Behinderung teilnehmen können und betreut werden. Ein Naturaktionstag fand auch statt, an dem Jugendliche mit Behinderungen Bäume pflanzen durften. Wir versuchen Aktivitäten mit unterschiedlichen Schwierigkeiten anzubieten, so dass für alle das Richtige dabei ist.

Was sind die Herausforderungen bei der Organisation der inklusiven Ausflüge?

Birgit Winter: Das Können und die Fähigkeiten von Menschen mit und ohne Behinderungen sind sehr unterschiedlich. Daher ist es herausfordernd, Touren zu planen, die allen Bedürfnissen weitgehend gerecht werden. Komplett barrierefreie Ausflüge sind sehr aufwändig. Zudem muss gewährleistet werden, dass Teilnehmende mit Behinderungen, wenn notwendig, auf den Ausflügen betreut werden und die Hin- und Rückfahrt zum Bahnhof organisiert wird.

Was bedeutet Inklusion für Sie?

Birgit Winter: Unter Inklusion verstehen wir das Einbinden von Menschen mit Behinderungen in reguläre Angebote. Inzwischen melden sich viele selbstständig für die A.L.M.-Touren an. Das ist ein Erfolg.

Wie werden Sie das Preisgeld verwenden?

Birgit Winter: Das Preisgeld gibt uns die Möglichkeit, den Bereich der Inklusion weiterzuentwickeln und auszubauen. So können wir auch daran arbeiten, einen größeren Ehrenamtspool aufzubauen für die Begleitung von Teilnehmenden bei einer Tour.

Einige Links zu dem Projekt:

Angebote und Anliegen des A.L.M-Projektes:
https://www.alpenlebenmenschen.de/

Filmbeitrag mit Interviews

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Weitere Auszeichnungen des Bezirks Oberbayern
zum Inklusionspreis 2022 finden Sie hier:

https://www.bezirk-oberbayern.de/Startseite/Inklusionspreis-2022

OBA beim FCB: Die Inklusion geht klar in Führung!

Der erste Ball·kontakt war ein voller Erfolg

Die OBA der Lebenshilfe München beim ‚Probetraining‘ mit der U-16-Mannschaft des FCB

Ball·kontakt – so heißt das Kooperationsprojekt der OBA der Lebenshilfe München mit der U-16 Mannschaft des FC Bayern München. Die Idee ist, dass die jungen Fußballer die Lebenswelt der Menschen mit Behinderung kennenlernen und umgekehrt. Am Freitag stand das erste Treffen auf dem Programm: ein gemeinsames Training auf dem FC Bayern Campus. Die Vorfreude bei den Teilnehmer*innen war riesig. Der Pädagoge aus dem Internat des FC Bayern, Maximilian Lang, begrüßte die Gruppe der Lebenshilfe und führte uns über den Campus.

Das Projekt Ball·kontakt soll junge Menschen zusammenbringen und Kompetenz vermitteln

Nach einem kurzen Kennenlernen ging es los mit Laufspielen und Passtraining. Schnell und unkompliziert kamen die jungen Fußballer in Kontakt mit den Gästen aus der OBA. Am meisten Spaß hatten alle beim abschließenden Elfmeterschießen.

Wir, die OBA der Lebenshilfe München, bedanken uns bei den Jungs aus der U-16 und dem Trainerteam für den tollen Nachmittag. Wir freuen uns schon auf den Gegenbesuch!

Monika Barbato

Menschen mit Behinderung, ihr erster Ball·kontakt und etwas Training für das Ballgefühl beim FC Bayern München.

Ausbildung zum Heilerziehungspfleger

Vom hohen Anspruch des Berufes – Schülertag bei der Lebenshilfe München

Heilerziehungspfleger*innen sind nach Wikipedia „Fachkräfte für Teilhabe, Bildung und Pflege“. Im erweiterten Sinne ist das Berufsbild eine Menschenrechts-Profession, denn Menschen werden bei der Umsetzung ihrer gesellschaftlichen und rechtlichen Ansprüche unterstützt und gefördert. Das ist für viele junge Personen der eigentliche Antrieb für eine Ausbildung in diesem Beruf. Menschen helfen, sie zu fördern und pflegend zu unterstützten, impliziert einen ganzheitlichen Ansatz.

Kommunikation für den Berufsabschluss

Zum Start in das letzte Ausbildungsjahr gab es eine kleine Schultüte mit ‚Nervennahrung‘. Auf dem Foto die angehenden Heilerziehungspfleger*innen sowie Lisa Hasenberger (l.) und Antje Hiltscher (r.) von der Lebenshilfe München.

Acht angehende Heilerziehungspfleger*innen beginnen bei der Lebenshilfe München jetzt ihr drittes und letztes Ausbildungsjahr. Traditionell steht am Anfang des neuen Berufsjahres ein Schülertag in der Geschäftsstelle in München-Giesing (St. Quirin-Str.). Die Leiter der Wohnen-GmbH und der Wohneinrichtungen treffen sich zu einem gemeinsamen Austausch, um über Erreichtes zu sprechen, das neue Ausbildungsjahr zu erörtern und sich über konkrete Situationen und Anliegen abzustimmen.

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HPT der Lebenshilfe feierte mit Schule ein großes Sommerfest

Auch die Kinder und Jugendlichen wirkten bei der Gestaltung des Sommerfestes der Lebenshilfe München in Unterhaching mit.

Groß war die Freude bei den Kindern und Jugendlichen sowie den Eltern und BetreuerInnen jetzt, nach drei Jahren, wieder ein großes Sommerfest zu feiern. Diesmal gemeinsam über drei Einrichtungen hinweg, nämlich mit: SVE (Schulvorbereitende Einrichtung), HPT-G (Heilpädagogische Tagesstätte) und die FZGE-Schule selbst, dem Förderzentrum mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung.

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Olympiapark: Festival Spiel – Sport – Kunst

Olympiapark: Festival des Spiels, des Sports und der Kunst

Vor 50 Jahren feierte München die Spiele der XX. Olympiade. Sie bewegen die Menschen noch heute und so gibt es das ganze Jahr über ein Jubiläumsprogramm zu 50 Jahre Olympia. Zum Auftakt ging es am ersten Juli getreu dem Festivaltitel spielerisch, sportlich und künstlerisch los: Die Eröffnungsfeier in der Olympiahalle mit Oberbürgermeister Dieter Reiter, IOC-Präsident Thomas Bach und DOSB-Präsident Thomas Weikert kam ganz im Sinne der heiteren Spiele ohne steife Zeremonie aus, erinnert dennoch mit einer Schweigeminute und einem Lied an die Opfer des Olympia-Attentats.

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Inklusion rockt und rollt am 11. und 12. Juli in München

Sven und Sebastian mit ihrem Spezial-E-Bike vor dem Brandenburger Tor

Mit einer Rad-Aktion durch alle Hauptstätte der Republik werben Sven Marx und Sebastian Fietz für mehr Inklusion in der Gesellschaft. Sie legen in acht Wochen 4000 Radkilometer zurück. Die zwei sympatischen Männer setzen dabei von Anfang an ein klares Zeichen: niemals aufgeben. Sven hat nämlich einen Tumor am Gehirnstamm und ist dennoch zum Weltenbummler geworden, Sebastian ist seit dem Kindesalter blind und steht aktiv mitten im Leben. Sie sind am 11. und 12. Juli in München zu Gast mit ihrer Tour „Inklusion rockt und rollt“ und haben bereits eine Fahrt durch den Osten von Deutschland hinter sich. Am 26. Juni starteten sie in Berlin und sind am 11. Juli im Münchner Kulturzentrum LUISE Ehrengäste bei einem Inklusionsabend (Programm siehe unten).

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Lebenshilfe feiert beim Sommer im Park

Freitag 08. Juli: Sommer im Park

Endlich wieder startet am 08. Juli in München-Giesing das große Fest „Sommer im Park“. Mit der Neugestaltung des Areals Weißenseepark veranstaltet die Stad München, die Bürgerschaft von Gieising und viele Träger sozialer Einrichtung seit 2012 dieses Stadtteilfest. Das Programm sieht für 2022 folgenden Ablauf vor:

  • 14:00 Begrüßung durch den Bezirksausschuss 17
  • 14:15 KiTZ Traunsteiner Straße: Musik & Ballett
  • 15:00 Turnen, Akrobatik und Cheerleading
  • 16:00 KiTZ Severinstraße: Trommeln mit Rhythmus
  • 18:00 Gospel at heart: Band – Giesinger Rockpalast
  • 19:00 emilk: Grupp Og´s – OG Zoro & Support
  • 20:30 Mike’s Music Train

Die Lebenshilfe München ist auch dieses Jahr wieder mit einem eigenen Stand vertreten und mit ihr viele andere Organisationen mit einem bunten Programm der Lebensfreude für Jung und Alt.

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Fußspuren der Lebenshilfe München

Leave a trace – Spuren hinterlassen

An diese Fußspuren wollen wir uns erinnern! – Die Lebenshilfe München beteiligt sich am Mitmach-Aktionstag mit einem bunten Kunstwerk und dokumentiert Meilensteine ihrer Entwicklung. Am 5. Mai 2022, dem Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, lud der Lebenshilfe Landesverband im Rahmen seines 60. Jubiläums zu einem bayernweiten Mitmach-Aktionstag auf.

Die Aufsichtsratsvorsitzende der Lebenshilfe München, Andrea Siemen (r.) und Julia Bader von der OBA enthüllen das inklusive Kunstwerk.

Über 50 Einzelaktionen haben die lokalen und regionalen Lebenshilfen und ihre Einrichtungen für den dezentralen Lebenshilfe-Aktionstag geplant: Kunst- und Backaktionen zu „Fußspuren“ in den Einrichtungen, Infostände zu „Inklusion und Barrierefreiheit“ auf den Marktplätzen und Innenstädten mit Fußspur-Aktionen, Tanz und Musik, Laufveranstaltungen und vieles mehr.

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23.01: MFM-Messe online am Start

„Zueinander. Miteinander. Füreinander“

Am kommenden Sonntag (23. Januar) rückt in München wieder das Ehrenamt in die öffentliche Aufmerksamkeit. 66 Unternehmen, Einrichtungen und Verbände präsentieren ihre Angebote im Jahr 2022 online auf der 16. Münchner Freiwilligen Messe (MFM). Bis vor zwei Jahren konnte sie im Gasteig bei einem Publikumsverkehr von rund 6000 Besuchern immer auf ein reges Interesse setzen. Nun präsentieren sich die Aussteller online mit den Bereichen: Soziales, Kultur, Gesundheit, Migration und Umwelt – aus zehn Engagement-Feldern heißt es in der Imagebroschüre des Veranstalters (FÖBE). Oberbürgermeister und Schirmherr der MFM, Dieter Reiter, begrüßt das diesjährige Leitmotiv: „Zueinander. Miteinander. Füreinander“. Er hofft auf einen Konsens in der Gesellschaft und bekräftigt: „Dass wir als Gesellschaft nur bestehen können, wenn wir diese Eigenschaften verinnerlichen und auch leben.“

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60 Jahre Lebenshilfe und ein besonderes Geschenk

Freude über 60 Jahre Lebenshilfe und über das Wandbild Permanus. Von links: der Künstler Martin Blumöhr, Geschäftsführer und Vorstand der Lebenshilfe München, Peter Puhlmann, und Münchens Alt-Oberbürgermeister Christian Ude. Fotos: Gerd Spranger – mehr in der Galerie.

Ein besonderes Geschenkt machte sich die Lebenhilfe München zu ihrem 60. Geburtstag, auch wenn eigentlich schon der 62. anstehend ist, denn 1960 gründete sich der Verein mit zwölf Eltern. So aber konnte ebenso die Einweihung eines großen Wandgemäldes, das eine ganze vierstöckige Häuserwand ziert, gefeiert werden. „Permamus“ wurde es getauft, was zu deutsch mit „von Hand zu Hand“ übersetzt werden kann. Und es wirkten viele Hände mit, insgesamt 60 Menschen mit und ohne Behinderung, alt und jung, aus der Lebenshilfe und aus der Nachbarschaft. Zu einem großen Gesamtkunstwerk fügte es der Maler Martin Blumöhr zusammen und sprach bei der Einweihung immer wieder von einer Regenbogenblume, die er als ein Zeichen von Diversität verstanden wissen will.

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Permanus: eine neue starke integrative Botschaft der Lebenshilfe München

Künstler, Prominenz und die Lebenshilfe freuen sich über das neue Wandgemälde „Permanus“, mit dem die Hausfront der Geschäftsstelle von Künstler Martin Blumöhr in einem integrativen Projekt mit 60 Künstlern geschaffen wurde (Bericht folgt).

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Ohne Pflege und Betreuung geht nichts

Großen Zuspruch fand der ART.CARE.LOVE-Event (wie berichtet) am Wochenende. Auch bei der Lebenshilfe München traf man sich, tauschte sich aus und unterstützt den Appell. Und das Engagement geht weiter. Initiator Marc setzt sich mit einer eigenen Plattform (www.marccarelove.de) für die besonderen Interesse der Pflegeberufe ein, will sie aus einer positiven Perspektive zeigen. Dazu zählt für ihn auch das Wissen, dass die Bezahlung und Besetzung besser werden muss.

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Künstler danken Pflegekräften

Am Sonntag, 12. September von 11.00 bis 20.30 Uhr sagen KünstlerInnen mit einem Youtube-Event ein großes Dankeschön an die Menschen im Gesundheitswesen!

ART.CARE.LOVE

Unter dem Slogan „ART.CARE.LOVE“ gestalten sie 17 Live-Performances. Mit dabei sind: Mirja Boes, Kai Schumann, Janine Kunze, Johann von Bülow und die Lebenshilfe mit einem Beitrag um 12.00 Uhr. In zwölf Städten wie Köln, Berlin, München und Leipzig, sowie im Live-Stream bei YouTube über den Kanal marc.care.love gibt es im 30- oder 60-Minuten-Takt Lesungen, Konzerte und Comedy. Das vollständige Programm finden Sie unter: https://www.marccarelove.de/festival2021

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Bessere medizinische Angebote

Online-Seminar am 29.09.2021:
Medizinische Angebote für Erwachsene mit Behinderung

Es bleibt ein Anliegen der Lebenshilfe München, sich für eine bessere medizinische Behandlungsqualität von PatientInnen mit und ohne Behinderung einzusetzen. Erfolgreich wurden in Deutschland bereits 50 ‚Medizinische Zentren für Erwachsene mit Behinderung‘ (MZEB) eingerichtet, eines davon ist das ‚kbo-Isar-Amper-Klinikum München-Ost‘. Das MZEB stellt eine ambulante Ergänzung der bisher bestehenden Regelversorgung durch niedergelassene Ärzte für Patienten dar, die aufgrund der Art, Schwere oder Komplexität ihrer Behinderung eine besondere Diagnostik und Behandlung benötigen.

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