Das neue LIES-Heft der Lebenshilfe

Erscheinungs-Termin: 25. Mai

Am 25. Mai 2014 erscheint das neue L.I.E.S.-Heft! Im Schwerpunktteil dieser Ausgabe geht es diesmal um  „GRENZGÄNGER“.

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Sie passen in keine Schublade, sie sitzen zwischen allen Stühlen und haben es besonders schwer, ihren Platz in unserer Gesellschaft zu finden – Menschen mit seelischen und psychosozial bedingten Behinderungen. Die bekannten Unterstützungssysteme greifen oft nicht wie Privatdozent Dr. Ernst Wüllenweber von der Martin-Luther-Universität in Halle in seinem Grundsatzartikel zum Thema ausführt.

Auch erschütternde Geschichten wie die von dem 22jährigen Peter, derwegen seiner Fetalen Alkohol Spektrum Störung in keiner Einrichtung zurecht kam und nun auf der Straße sitzt, zeigen das Dilemma.   

Behindert und zwei Sprachen

Grenzgänger anderer Art sind Familien wie die des kleinen Sam, der wegen einer bisher nicht eindeutig geklärten Entwicklungsverzögerung eine Schulvorbereitende Einrichtung der Lebenshilfe besucht. Er wächst zwar in einer zweisprachigen Familie auf, ignoriert aber einfach die sprachliche Vielfalt und hat Englisch als „seine“ Sprache entdeckt. Interessant dazu auch das Interview mit einer Logopädin, die Mehrsprachigkeit bei Kindern mit Behinderung durchaus eine Bereicherung findet.

Toiletten für alle

Im Magazinteil ist eines der Themen das Projekt „Toiletten für alle“. Initiiert von der Stiftung Leben pur, förderte die Aktion Mensch drei Jahre lang diese bundesweite Initiative. Dabei geht es darum, erwachsenen Menschen, die Einlagen oder Windeln tragen müssen, einen barrierefreien Zugang zu Toiletten zu bieten, wie das in Großbritannien bereits häufiger der Fall ist. Das bedeutet, dass entsprechend große Toiletten (mindestens 12 qm) zur Verfügung gestellt werden sollten, so dass zwei bis drei Personen darin Platz finden, plus Rollstuhl. Dazu kommt die Ausstattung mit einem Deckenlifter und einer höhenverstellbaren Liege. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass das Wechseln von Windeln und Einlagen für die Betroffenen mit Behinderung und ihreBegleitpersonen nicht zu menschenunwürdigen Situationen führt. Am Flughafen in München und am Haus der Kunst sind inzwischen solche Toiletten eingerichtet worden. Sie helfen den betroffenen Menschen mit Behinderung, sich länger in der Öffentlichkeit aufhalten zu können und so am Leben in der Gemeinschaft teilzuhaben.

Auf den Rechtsdienst-Seiten können Sie die Zusammenfassung von aktuellen Urteilen zu den  Themen „Integrationshelfer in Tagesförderstätten für Erwachseneals Leistung der Eingliederungshilfe“ und „Heilpädagogische Reittherapie auch fürSchulkinder als Eingliederungshilfe“ nachlesen. Zahlreiche Informationen und Hinweise zu aktuellen Termine runden die Ausgabe ab.

 

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