Zentrale Forderungen der Lebenshilfe an die Politik

Parlamentarischer Abend: im Gespräch miteinander bleiben
– Aus dem Newsletter der Bundesvereinigung Lebenshilfe –

Um das Leben und den Alltag von Menschen mit Behinderung zu verbessern, sind die eigenständigen Lebenshilfen, meist auf Landkreisebene als Vereine eingetragen, in der Bundesvereinigung Lebenshilfe organisiert. Unter ihrem Dach sind 491 Orts- und Kreisvereinigungen und 16 Landesverbände, die alle jeweils rechtlich eigenständig sind, zusammengeschlossen. Einmal jährlich wird zu einem parlamentarischen Abend eingeladen, um auf hoher politischer Ebene die Anliegen an die Frau oder den Mann zu bringen. 2022 wählte die Bundesvereinigung der Lebenshilfe das Thema „Familien von Menschen mit Behinderung stärken!“.

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Ukraine: Landesverband Bayern und Lebenshilfe München unterstützen

Die Lebenshilfe Bayern ist tief erschüttert über den andauernden Krieg in der Ukraine. „Wir sorgen uns vor allem auch um Menschen mit Behinderungen und ihre Familien, die in den Kriegsgebieten leben oder nun auf der Flucht sind“, betont die Landesvorsitzende Barbara Stamm und appelliert, bei allen Hilfsmaßnahmen deren besondere Bedürfnisse zu beachten.

Partnerorganisation in Ukraine

„Der Krieg bringt für Millionen von Menschen unfassbares Leid, Elend und Zerstörung“, so die ehemalige Landtagspräsidentin weiter. Viele Lebenshilfen in Bayern stehen deshalb bereit, insbesondere Flüchtlingen mit Behinderungen und ihren Familien zu helfen. Die Lebenshilfe Ostallgäu hat sogar selbst behinderte Kinder und ihre Mütter aus der Ukraine nach Kaufbeuren gebracht. Seit Jahren arbeitet sie eng mit dortigen Organisationen zusammen. Ausführliche Informationen dazu gibt es unter:
www.lebenshilfe-ostallgaeu.de.

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Eine Fahrrad-Rikscha für die Lebenshilfe München

– ‚Aktion Mensch‘ unterstützt mit 5.000 Euro
– Weitere Spenden und ein Zuschuss der Stadt München

Vielen Menschen mit Einschränkung ihrer Mobilität sind Fahrten oder gar Ausflüge auf dem Fahrrad nicht möglich. Sie stehen häufig außen vor, wenn Freunde, ihr Verein oder ihre Gruppe einen Fahrrad-Ausflug unternehmen. Dies bedauert man bei der OBA der Lebenshilfe München schon länger, denn die Organisation und Durchführung von Freizeitaktivitäten ist das Kernanliegen der Offenen Behindertenarbeit und dabei geht es immer um Teilhabe, um die Inklusion von Menschen mit Behinderung.

Die Rikscha wartet auf ihren ersten Einsatz bei der Lebenshilfe München.

OBA-Leiter der Lebenshilfe München, Harry Zipf, freut sich darum besonders über einen Zuschuss der Aktion Mensch von 5000 Euro zum Kauf einer Fahrrad-Rikscha mit Tretunterstützung (E-Bike). Was an Geldern noch fehlte, konnte durch weitere Spenden und mit einem Programm der Stadt München zur Förderung der Elektromobilität aufgebracht werden.

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Kampagne: „Zeit für OBAbayern“

Bei der am 20. September gestarteten Kampagne „Zeit für OBAbayern“ haben sich sechs große Organisationen der Behindertenarbeit in München zusammengeschlossen, auch die Lebenshilfe München. Sie wollen ein Zeichen setzen, nachdem über Monate hinweg das gesellschaftliche Leben insgesamt, und besonders bei den Einrichtungen der Offenen Behindertenarbeit, in weiten Bereichen zum Erliegen kam. Ein Anliegen, dass Bezirkstagspräsident Josef Mederer gerne unterstützt und als Schirmherr der Aktion auftritt. Er bekräftigt die Rolle der OBA in Oberbayern, um das Grundanliegen der Inklusion, die Teilhabe der Menschen mit Behinderung am öffentlichen Leben, weiter voran zu bringen.

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Lebenshilfe-Wohnen: das Konzept dem Leben anpassen

Putzbrunn III: versatil (wandlungs-, anpassungsfähig),
um Diversität (Unterschiedlichkeit) unter einem Dach
zu ermöglichen.

In der ersten Folge hat Peter Puhlmann, Vorstand und Geschäftsführer der Lebenshilfe München, das pädagogische Konzept und Hintergründe zur geplanten neuen Wohneinrichtung der Lebenshilfe vorgestellt. Heute erläutert er die Zusammenhänge und baulichen Maßnahmen.

Putzbrunn III wird der Wohnort für Menschen mit Beeinträchtigungen unter dem Dach der Lebenshilfe München am Lebenshilfe Campus Putzbrunn sein, an welchem, durch die bauliche Konzeption, auf die verschiedenen Bedarfe in verschiedenen Lebensphasen fachlich reagiert werden kann. Eingesetzte digitale Assistenzsysteme werden in erster Linie den Mieter*innen das Leben erleichtern und mehr Sicherheit im sozialen aber auch technischen Sinne geben. Gleichzeitig fördern und unterstützen sie die Kommunikation mit Angehörigen, Dienstleistern und Freunden.

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Tests und Impfungen bei der Lebenshilfe

Bei der Lebenshilfe München haben die Impfungen gegen SARS-CoV-2 am Sonntag den 10. Januar 2021 durch mobile Impfteams begonnen. Bereits die Hälfte der Bewohner in stationären Wohnstätten und die dort beschäftigten Mitarbeiter sind geimpft. Vorstand und Geschäftsführer Peter Puhlmann und René Pfeifer, Bereichsleiter Wohnen, freuen sich über den schnellen Start. Dennoch sind weiterhin Geduld und Vorsicht angebracht, denn der volle Impfschutz bestehe erst sieben Tage nach der zweiten Impfung. Und für die zweite Impfung ist eine Wartezeit von drei Wochen vorgesehen.

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Wochenend-Seminar für Papas

Lebenshilfe Bayern unterstützt Väter von Kindern mit Behinderungen

Familien mit behinderten oder chronisch kranken Kindern stehen alltäglich vor besonderen Herausforderungen. Mütter werden mit unterstützenden Angeboten oft gut erreicht, Väter eher nicht. Auch gibt es kaum etwas extra für sie. „Das ist mal was Neues, würd´ ich sagen …“ heißt denn auch das Wochenend-Seminar nur für Väter, das die Lebenshilfe Bayern in diesem Jahr erstmals anbietet.  Weiterlesen

10 Jahre UN-Behinderten-Rechtskonvention in Deutschland

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Termin-Ankündigung: Dienstag, 26. März
L I C H T I N S T A L L A T I O N
Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums wird eine Lichtinstallation auf das Rathaus und die Westseite der Frauenkirche projiziert, die Symbole und Begriffe aus der UN-BRK aufgreifen. Die Lichtinstallation wird zwischen 19 Uhr und 22 Uhr gezeigt, anschließend bleiben Rathaus und Frauenkirche farbig bis 0.30 Uhr beleuchtet . Die Inszenierung wird gefördert und realisiert vom Team Veranstaltungstechnik des Kulturreferats.

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„Ein Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung ist immer noch nicht der Normalfall“

Berlin – Am 26. März 2009 trat die UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland in Kraft. Vieles wurde seitdem auf den Weg gebracht, um Menschen mit Behinderungen ein selbstbestimmtes Leben und gleichberechtigte Teilhabe zu ermöglichen. Doch auch 2019 ist Deutschland noch keine inklusive Gesellschaft.   Weiterlesen

Lebenshilfe-Wettbewerb: Teilhabe statt Ausgrenzung

Der Mensch: immer ein Denkender, ein Träumender – nie ein Vollkommener

Mit einem Wettbewerb will die Lebenshilfe auf ein gesellschaftliches Thema aufmerksam machen, das uns meist im Stillen, ganz unauffällig begegnet. Es ist die oft unbewusste Ausgrenzung von Menschen, dem man nur mit einem Bewusst-Werden begegnen kann. Ausgrenzung begegnet uns fast täglich, von der Kindheit an in den ganz unterschiedlichsten Formen. „Was bedeuten ‚Teilhabe‘ und ‚Ausgrenzung‘ eigentlich konkret? Im Alltag und auf der Straße, in der Politik oder auf dem Amt, in der Wohngruppe, am Arbeitsplatz oder in der Nachbarschaft? Was bedeutet „Teilhabe statt Ausgrenzung“ für Sie?“, fragt die Lebenshilfe.  Weiterlesen

Den Menschen mit Plan und Ziel helfen

Immer mehr berufen wir uns in einer Gesellschaft, die sich in allen Bereichen spezialisiert, auf „Ganzheitlichkeit“ sobald es uns selbst, den Menschen betrifft. Es sind alle Bereiche der Persönlichkeit betroffen, die motorische, geistige, psychische und soziale Entwicklung sowie unser Umfeld und unsere Gesundheit. Darum geht es auch immer wieder bei der Inklusion und Förderung von Menschen mit geistiger Behinderung.

Ein Gesamtplan für den ganzen Menschen

Der Bezirk Oberbayern ist für die Lebenshilfen in seinem Regierungsbezirk der zuständige Kostenträger, so auch im Rahmen der Eingliederungshilfe. Er finanziert für Menschen mit Behinderungen ambulante, teilstationäre und/oder stationäre Hilfen. Er entscheidet letztlich, welche Leistungen in welcher Höhe und für was sie bezahlt werden oder nicht. Dabei greift nicht das „Prinzip Zufall“. Der Unterstützungsbedarf wird ganz genau im Detail erhoben. In einem ‚Gesamtplan‘ will man der individuellen Situation jedes einzelnen Menschen mit Behinderung gerecht werden. Und damit sind wir wieder bei der Ganzheitlichkeit des Menschen. Es soll möglichst jeder einzelne Aspekt berücksichtigt werden.   Weiterlesen

Lebenshilfe München hilft bei Down-Syndrom

Am 21. März ist der Welt-Down-Syndrom-Tag 2017

Heute am Welt-Down-Syndrom-Tag, gilt das öffentliche Interesse Menschen, die nur selten in der Öffentlichkeit stehen. Integration scheint durch sehr frühe Hilfe und Förderung, praktisch schon von Geburt an, gelungen zu sein. Inklusion als selbstverständlicher Teil der Gesellschaft vielleicht noch nicht ganz. Es ist wie mit allen Menschen, die nicht ganz so leistungsstark, nicht ganz so angepasst, nicht ganz so wirtschaftlich erfolgreich sein können. Beim Down-Syndrom ist es das dreifache Vorhandensein des 21. Chromosoms, das Menschen ‚anders macht‘, auch bekannt als Trisomie 21.

Auch im L.I.E.S. – Heft der Lebenshilfe München gibt es immer wieder redaktionelle Hilfen für Menschen mit Down-Syndrom.

In ihrem Anders-Sein aber bereichern Menschen mit Down-Syndrom unser Leben und unsere Gesellschaft. Sie erinnern uns in ihrer unkomplizierten Art und Offenheit häufig daran, was unser Menschsein und unser Leben wirklich ausmacht. Es ist nicht unsere Leistung, die beste Qualifikation, der Erfolg, Ruhm und Reichtum, am Besten alles zusammen. Es ist das Leben selbst, das zählt. Der tiefe Blick, das zaghafte Lächeln, die erfrischende Herzlichkeit, die unkomplizierte Begegnung von Mensch zu Mensch.  Weiterlesen

Wir fordern JETZT eine Teilhabe und Selbstbestimmung

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Politiker beziehen Stellung (von links): Franz Maget (SPD), MDL Eva Gottstein (Freie Wähler), MdL Kerstin Celina (Bündnis 90/ Die Grünen), MdL Joachim Unterländer (CSU), Stadtrat Oswald Utz und Nicole Lassal, Geschäftsführerin der LAG – Fotos: Gerd Spranger

Werden Menschen mit Behinderung diskriminiert?

Beim europaweiten Protesttag für die Rechte und Gleichstellung von Menschen mit Behinderung ging es am 5. Mai um die gesellschaftliche Teilhabe – JETZT! Auch die Lebenshilfe München informierte wieder über das breite Spektrum ihrer Arbeit. Bei der Diskussionsrunde fand Oswald Utz, der Behindertenbeauftragte der Stadt München, deutliche Worte. „Im Kern will die Politik keine Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung. Es ist leichter die Menschen in Abhängigkeit zu halten. Auch mit dem neuen Bundesteilhabegesetz BTG (siehe Link unten) wird sich daran wohl nichts ändern.“   Weiterlesen

11. Mai: Hilfe für seelische Verletzungen und eine kranke Psyche

Vortrag am 11. Mai zum „Ambulant unterstützten Wohnen“

Innere Verletzungen wiegen oft schwerer wie äußere, leicht sichtbare. Treffen kann es dabei jeden. Wenn Menschen aus dem seelischen Gleichgewicht rutschen, ist es oft nur ein kleiner Schritt hin zu einer spürbaren Beeinträchtigung. Manche greifen zu Tabletten oder Drogen, andere ziehen sich einfach zurück oder leiden unter einer Depression. Die Teilhabe am öffentlichen und gesellschaftlichen Leben wird zusehends schwieriger, bis hin zum Verlust des Arbeitsplatzes.

seelbehi

Die Angehörigenberatung der Lebenshilfe München zeigt Betroffenen am 11. Mai in einem Fachvortrag jetzt mögliche Hilfen im Bereich des ‚Ambulant betreuten Wohnens‘. Die Bezirke gewähren nämlich ambulante Leistungen für psychisch kranke und suchtkranke Menschen, wenn sie aufgrund seelischer Störungen wesentlich in Ihrer Teilhabefähigkeit an der Gesellschaft beeinträchtigt sind. Gleiches gilt für Personen, die von seelischer Behinderung bedroht sind. Die Leistungen werden über die Eingliederungshilfe gewährt.   Weiterlesen

Protest am 5. Mai für mehr Teilhabe

teilhabe

Eigentlich protestiert man ja gegen etwas. Und das ist auch der Sinn des europaweiten Protesttages „Für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung“. Der Protest richtet sich nämlich gegen eine mangelnde Umsetzung der politischen Versprechen. Grundlage dafür ist die bereits 2006 von der UNO verabschiedete und seit März 2009 in Deutschland anerkannte UN-Behindertenrechts-Konvention, als ein völkerrechtlich bindender Vertrag.   Weiterlesen