Teilhabe am öffentlichen Leben ermöglichen

– Neue Webseite informiert über Barrierefreiheit –

Die Inklusion von Menschen mit Behinderung, ihre Teilhabe am gesellschaftlichen und öffentlichen Leben, ist ein Prozess über viele Jahre hinweg. In München etwa beschloss die Stadt vor zehn Jahren, in enger Zusammenarbeit mit Betroffenen, Organisationen und Vereinen, ein ganzes Maßnahmenpaket zur Verbesserung der Rahmenbedingungen, weitete es 2019 aus und will bis zum Jahr 2025 einen nächsten Aktionsplan für Menschen mit Behinderung erarbeiten. Die Stadt München hat sich dafür den Slogen „München wir inklusiv“ ins Stammbuch geschrieben. Es ist ein Prozess über Jahrzehnte hinweg und aktuell arbeitet die Landeshauptstadt an 30 Projekten, 50 wurden bereits erfolgreich umgesetzt.

Das jüngste Beispiel ist eine Website, die über die Barrierefreiheit von Kultureinrichtungen informiert. Sie nennt wichtige Details, die eben für Menschen mit acht ganz unterschiedlichen Einschränkungen von Bedeutung sind. Von Hörgeschädigten und Sehbehinderten, von Rollstuhlfahrern und Gehbehinderten, Gehörlosen und blinden Menschen bis hin zu psychisch-seelischen Behinderungen und kognitiven Einschränkungen, also Menschen mit geistiger Behinderung. Die Seite ist barrierefrei aufgebaut und nennt sich darum „kultur-barrierefrei-muenchen.de“. 250 Einrichtungen in München stellt sie vor.

Die Rathaus-Rundschau präsentiert sie im offiziellen Stadtportal der Landeshauptstadt wie folgt: „Die Website http://www.kultur-barrierefrei-muenchen.de bietet Menschen mit Behinderung Informationen rund um den Besuch von Münchner Kultureinrichtungen. Der gemeinnützige Verein KulturRaum München hat die Internetseite im Auftrag des Kulturreferats entwickelt. In enger Zusammenarbeit mit dem cbf – Club Behinderter und ihrer Freunde e.V. ist eine Informationsplattform zur Barrierefreiheit von 250 Kulturorten in der Stadt entstanden. Das Projekt ist im zweiten Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention der Stadt München verankert.“

„Kulturbesuche sind ein aufwändiges Unterfangen“

Die Lebenshilfe München wirkt von Anfang an bei der Erarbeitung und Ausgestaltung der Aktionspläne der Stadt München für Menschen mit Behinderung mit (siehe Link). Auch der Behindertenbeauftragte der Stadt München, Oswald Utz, freut sich über das neue Angebot: „Eine Kulturveranstaltung zu besuchen, ist für viele Menschen mit Behinderungen noch immer ein aufwändiges Unterfangen. Gibt es eine Toilette für Rollstuhlfahrer*innen? Hat es eine Induktionsschleife für hörgeschädigte Menschen? Dies sind nur zwei Fragen, die sich diese Personengruppe vor einer Veranstaltung stellt. Endlich gibt es auf der neuen Homepage http://www.kultur-barrierefrei-muenchen.de Antworten auf all diese Fragen. Ich danke allen, die zur Verwirklichung beigetragen haben, denn dies ist ein weiterer Schritt zu mehr Teilhabechancen.“

Ebenso äußert sich Monika Burger, Behindertenbeirätin der Stadt München: „Die Webseite http://www.kultur-barrierefrei-muenchen.de ist sehr nützlich, weil nicht nur die großen Häuser, sondern auch kleine Kulturorte für alle Behinderungsarten äußerst detailliert beschrieben werden. Die Angaben richten sich beispielsweise auch an Menschen mit psychischer Beeinträchtigung oder Lernschwierigkeiten, die oft vergessen werden. Die Formulierungen sind gut verständlich und die Webseite barrierefrei programmiert.“

Vom Februar 2015: Aktionsplan-fuer-Menschen-mit-Behinderung
Vom August 2021: UN-Behinderten-Rechtskonvention-Muenchen-zieht-Bilanz
Aus der Rathaus-Rundschau: Website-zur-Barrierefreiheit-von-Kultureinrichtungen-gestartet
Die neue Webseite: www.kultur-barrierefrei-muenchen.de

Altenpflege und Menschen mit Behinderung

Altenpflege ist die Betreuung und Pflege von alten Menschen, die in der Hauskrankenplfege und in der Ambulanten Pflege ein stetig weiter wachsende Berufsumfeld findet. Es ist das Ziel der Pflege, die geistigen, körperlichen und sozialen Fähigkeiten im Alter weitgehend zu erhalten und bei jüngeren Menschen diese auszubauen und zu fördern.

Das Leitungsteam der Lebenshilfe München und die vor der Abschlussprüfung stehenden Fachkräfte der Altenpflege zum Besuch in der Wohneinrichtung am Willinger Weg.
Das Leitungsteam der Lebenshilfe München und die vor der Abschlussprüfung stehenden Fachkräfte der Altenpflege zum Besuch in der Wohneinrichtung am Willinger Weg.

Die Überschneidung der Ausbildungsinhalte im Bereich der Alten- und Krankenpflege hat vor zwei Jahren zur Zusammenlegung der Berufsbilder zur Pflegefachfrau beziehungsweise Pflegefachmann geführt. Auch im Bereich der Betreuung von Menschen mit Behinderung sind vor dem Hintergrund einer immer älter werdenden Bewohnerschaft die Ausbildungsinhalte der Altenpflege wichtige fachliche Ergänzungen in unseren interdisziplinären Teams. Heilerziehungspfleger oder Erzieher haben im Rahmen ihrer Ausbildung andere Schwerpunkte sodass die genannte fachliche Ergänzung durch „Pflegefachleute“ die Qualität in der täglichen Betreuung verbessert und die Arbeit im Team inhaltlich stark bereichert.

Schnittmengen und Gemeinsamkeiten der Ausbildung

Im Rahmen der Berufsausbildung wandte sich jetzt die Berufsfachschule GGSD für Pflege an die Lebenshilfe München, an Vorstand und Geschäftsführer René Pfeifer. Die Abschlussklasse der Altenpfleger*innen informiert sich über den Arbeitsbereich im stationären Wohnen für Menschen mit Behinderung und die speziellen Bedarfe von Menschen mit geistiger Behinderung. In der Lebenshilfe-Wohneinrichtung am Willinger Weg besuchte die Klasse – zwei Termine für zwei Gruppen – drei Stunden die Einrichtung. Neben den fachlichen Austausch lernte man die Bewohner*innen kennen und tauschte sich über „Schnittmengen und Gemeinsamkeiten“ in der Assistenz und Betreuung aus.

Schnell wurde klar, dass die Lebenshilfe München im Wohnen auf jeden Fall interessante Arbeitsplätze für zukünftige Altenpfleger*innen bieten, außerdem stelle Frau Wiesental-Moser den ambulanten Pflegedienst der Lebenshilfe vor. Die besonderen Herausforderungen in diesem Arbeitsfeld zeigte, dass sich die Lebenshilfe hier durchaus vom „klassischen Pflegedienst“ unterscheidet. Einige der zukünftigen Fachkräfte konnte sich gut vorstellen hier ein vielseitig interessantes Arbeitsumfeld zu finden.

Insgesamt besuchten zwanzig zukünftige Altenpfleger*innen die Lebenshilfe-Einrichtung am Willinger Weg. Einrichtunsleiterin Antje Hiltscher und Einrichtungsleiter Klaus Huber vertraten das stationäre Wohnen, Pflegedienstleiterin Christine Wiesenthal-Moser informierte über den Pflegedienst. Die Lebenshilfe München begrüßte des Interesse der angehenden Fachkräfte, steht für weitere Kooperationen gerne zur Verfügung und gibt Einblick in die Arbeitsbereiche.

Geschwistertage bei den Alpakas

Die beiden ersten Geschwistertage dieses Jahr, führten das Geschwisterprojekt gleich beide an den Ammersee zu einer gemeinsamen Alpakawanderung.

Gegenseitiges Vertrauen schaffen.
Gegenseitiges Vertrauen schaffen.

Als friedliche Haus- und Begleittiere, werden diese ursprünglich aus den südamerikanischen Anden stammenden, domestizierten Kamele, häufig bei tiergestützten Therapien eingesetzt. Der Umgang mit Alpakas „unterstützt bei der Überwindung von Ängsten, hilft Verantwortung aufzubauen, ermutigt die Kontaktaufnahme und stärkt das Selbstwertgefühl,“ sind sich Therapeuten einig.

Bei den Geschwistertagen der Lebenshilfe München konnten die Gruppe mit acht Kindern jeweils ein Alpaka spazieren führen. Trotz eisigem Wind hatten alle sehr viel Spaß. Mit anschließenden Streicheleinheiten und dem Füttern der Tiere wurde der Tag nachmittags erfolgreich beendet. Es waren sich bei der Autofahrt zurück nach München alle einig: Wir kommen auf jeden Fall wieder. / Sophia Enzinger

Die Geschwisterkinder gemeinsam mit den Alpakas unterwegs. Fotos: Lebenshilfe München
Die Geschwisterkinder gemeinsam mit den Alpakas unterwegs. Fotos: Lebenshilfe München

G E S C H W I S T E R T A G E

Mehr Information zu den „Geschwistertagen“ der Lebenshilfe München finden Sie unter:
www.lebenshilfe-muenchen.de/wp-content/uploads/Flyer-Geschwisterangebot-2020.pdf

Einen Einblick in die Aktivitäten bei den Geschwistertagen der Lebenshilfe München gibt Ihnen auch unser Bericht aus dem Jahre 2019:
www.lebenshilfeblog.de/2019/12/17/geschwistertage-bei-der-lebenshilfe-muenchen

Ambulante Pflege ist sehr gefragt es fehlen aber Fachkräfte

Christine-Wiesenthal-Moser

Die Nachfrage nach ambulanter Pflege ist durch die Corona-Pandemie gestiegen, bemerkt Christine Wiesenthal-Moser, Leiterin des ‚Ambulanten Pflegedienstes‘ der Lebenshilfe München. Sie war lange vor der Pandemie bereits Leiterin einer Wohneinrichtung des Elternvereins und führte bis 2019 den Ambulanten Pflegedienst (APD). Nach zweimaliger Babypause, ihre Kinder sind heute zwei und fünf Jahre alt, kehrte sie im Herbst 2021 erneut in ihren Beruf als Leiterin des APD der Lebenshilfe zurück. Sie hat also einen direkten Vergleich der Situation vor und während der Pandemie „und sie ist nicht besser geworden“, bedauert sie. Der Mangel an Fachkräften habe zugenommen und die Nachfrage sei weiter gestiegen. Ohne Probleme könnten bei der Lebenshilfe München innerhalb eines halben Jahres vier Pflegekräfte beschäftigt werden, doch trotz intensiver Bemühungen auf dem Arbeitsmarkt bleiben selbst Bewerbungen aus.

„Und das, obwohl wir im Vergleich zu ähnlichen Einrichtungen gut bezahlen, nämlich nach Tarif mit Zulagen. Insgesamt aber ist das Lohnniveau bei den pflegenden Berufen viel zu niedrig angesetzt. Wir tragen mit unserer Tätigkeit eine hohe Verantwortung und müssen uns laufend weiterbilden. Dazu ist die Arbeit sowohl körperlich wie psychisch nicht ganz einfach. Es ist längst eine deutliche Anhebung der Gehälter nötig. Die Politik hat es auch versprochen, doch bis heute nicht gehalten. Letztlich bekommen es dann gerade jene zu spüren, die auf Hilfe angewiesen sind, sie aber nicht bekommen, weil ganz einfach Fachkräfte fehlen“, bedauert sie.

Die Hilfe selbst organisieren

Einen zweiten Trend bemerkt Christine Wiesenthal-Moser: „Die Menschen neigen heute viel stärker dazu, ihre Angehörigen zuhause zu versorgen und die Hilfe selbst zu organisieren“, erzählt die Leiterin des Ambulanten Pflegedienstes. Sie führt es auf ein gewachsenes Misstrauen gegenüber Einrichtungen wie Seniorenheime oder selbst Krankenhäuser zurück. „Alte und schwer behinderte Menschen wurden massiv von ihren Angehörigen abgeschottet. Manche von ihnen verstarben einsam, was der Unsicherheit in der Pandemie geschuldet war und nach neuen Maßnahmen verlangte. Das hinterlässt Spuren. Spuren, die wir heute in vielen Gesprächen und Beratungen bemerken.“

Das Umfeld im Blick behalten

Selbst habe sie in der intensiven Zeit mit ihren zwei kleinen Kindern gelernt wieder genauer hinzusehen. „Heute sehe ich das familiäre Umfeld der zu betreuenden Menschen viel stärker. Sie leiden selbst unter Ängsten und Sorgen. Etwa weil sie selbst bereits älter sind oder auch gesundheitlich an ihre Grenzen stoßen. Es steckt immer die Sorge dahinter, für ihre Angehörigen die Hilfe nicht mehr im nötigen Umfang leisten zu können. Deswegen werden wir schließlich ja auch kontaktiert.“

Dabei ist die Klientel des Ambulanten Dienstes (APD) der Lebenshilfe München gemischt durch alle Altersgruppen hindurch, jedoch sind es in der Regel Menschen mit Behinderung die betreut werden. „Auch in unseren Einrichtungen des gemeinschaftlichen Wohnens, vor allem im ambulant betreuten Wohnen, sind wir im Einsatz“, so die Pflegefachkraft, die noch den klassischen Berufsweg von der Gesundheits- und Krankenpflegerin mit anschließender Weiterbildung zur Stationsleiterin bis zur Pflegedienstleitung und Einrichtungsleiterin durchlaufen hat. „Wir unterstützen bei der Körperpflege, hauswirtschaftlichen Tätigkeiten und begleiten, wenn Betreuung nötig ist.

Lebenshilfe für alle Bereiche

So wie der APD bei der Betreuung in den ambulanten Wohneinrichtungen der Lebenshilfe München unterstützt, hilft der FuD (Familien unterstützende Dienst) vor Ort, wenn über die zu leistende Pflege hinaus weitere Hilfe nötig ist. „Auch beraten wir pflegende Angehörige, denn es ist nicht für alle ersichtlich, welche Leistungen sie abrufen können und was ihnen zusteht.“ Dabei macht sie vor allem mit jungen Eltern und pflegende Angehörige sehr positive Erfahrungen.

„Die Jungen sind meist gut informiert, fragen gezielt nach und kennen ihre Rechte. Sie sind über die sozialen Medien vernetzt und da werden dann schon mal gezielt komplexe Themen abgefragt. Darum ist es für uns enorm wichtig, immer die neuesten Bestimmungen zu kennen. Ein großer Bereich sind etwa aktuelle Bedingungen des BTHG (Bundes-Teilhabegesetz) wie „Assistenzleistungen“ und aus dem Bereich „Hilfe zur Pflege“ wie häusliche Pflegeleistungen, Pflegehilfsmittel, Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes und weitere Unterstützungsformen. Wir legen darum Wert darauf, die pflegenden Angehörigen zu informieren und bieten regelmäßig Schulungen zu den einschlägigen Themen an. Eine zentrale Rolle dabei spielt die Angehörigenberatung der Lebenshilfe München.

Pflege ist vielseitig und flexibel

Christine Wiesenthal-Moser ist von der Attraktivität des Berufes überzeugt. „Es ist ein selbständiges Arbeiten, ein Dienstwagen für die Einsätze wird gestellt und die Zeiteinteilung ist weitgehend flexibel. Eine Teilzeitarbeit kommt vor allem Müttern zugute, die sich in der Regel noch um den Haushalt und die Kinder kümmern müssen. Oder auch jungen Menschen ganz allgemein, die sich etwa beruflich weiter qualifizieren möchten.“

Sie interessieren sich für den Beruf und die Arbeit bei der Lebenshilfe München?
Dann finden Sie in der Ausschreibung weitere Informationen unter:
https://jobs.lebenshilfen-oberbayern.de/job/gesundheits-und-krankenpfleger-pflegefachkraft-altenpfleger-m-w-d-2/

Die Karriere bei der Lebenshilfe München startete Christine Wiesenthal-Moser bereits 2014.
Lesen Sie mehr:
https://lebenshilfeblog.de/2014/11/04/neue-leitung-in-putzbrunn/

Die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen fördern

Sonderpädagogin Sabine Janowitz gibt Einblick in den Schulalltag
Die Medienpädagogik als neue Möglichkeit begreifen lernen

Die „Silvia-Görres-Schule“ der Lebenshilfe im Norden von München an der Neuherbergstraße macht in ihrem Zusatz bereits deutlich, was ihr Anliegen ist. Sie ist ein „privates Förderzentrum mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung“. Die Entwicklung der Kinder wird bereits früh in der SVE (Schulvorbereitende Einrichtung) voran gebracht. „In der Vorbereitung auf die Schule lernen die Kinder ganz einfache Dinge wie etwa für eine gewisse Zeit ‚ruhig im Kreis zu sitzen‘, sich dabei zu konzentrieren, über den Tag, das Wetter oder sich auch über den Tagesablauf auszutauschen“, informiert die Schulleiterin Sabine Janowitz.

Sabine Janowitz

Mit auf dem Plan der Vorschule stehen ebenso Naturerfahrungen, wobei die nahe Panzerwiese und der schuleigene Spielplatz gute Voraussetzungen bieten. „Es kann auch noch einen Schritt weiter gehen, etwa mit einem Schulgarten und der Anpflanzung von Kräutern, Tees sowie Gemüse. Die Kinder sollen verstehen, dass etwa eine Tomate nicht in der Dose wächst oder heranreift.“

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Ein Online-Treffen der Geschwisterkinder

Das Geschwisterprojekt der Lebenshilfe München und BiB e.V. beendete das Jahr 2021 aufgrund der aktuellen Situation dieses Mal wieder mit einem Online-Geschwistertreffen. Mit dabei waren dreizehn Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren. Im Fokus des Treffens stand vor allem, andere Geschwisterkinder zu treffen, der Austausch untereinander, viel Spaß zu haben, sowie das interaktive Deduktionsspiel Werwolf. Es ist bereits von früheren Präsenz-Treffen her bekannt und bewährt. 2021 war es auch bei vielen Online-Treffen erfolgreich mit dabei.

Die Online-Geschwistertreffen finden auch für die jüngeren Kinder von 7-12 Jahren statt und ermöglichen es, sich ohne Präsenz zu treffen, eben online. Damit hilft die Lebenshilfe München Kindern und Jugendlichen in Kontakt zu bleiben, Austausch und Unterstützung zu ermöglichen. Trotzdem hoffen alle gemeinsam, dass man sich bald wieder live austauschen kann und die ein oder andere Runde Werwolf miteinander spielen zu können.

Neue Wohnungen der Lebenshilfe München

Seit mehreren Jahren setzt die Lebenshilfe München auf ein durchlässiges Gesamtkonzept im Bereich Wohnen. Betreute Wohneinrichtungen im gemeinschaftlichen Wohnen, Wohngemeinschaften, ambulant betreutes Wohnen und zwei Wohngruppen, die Menschen mit Behinderung auf ein selbständiges Wohnen vorbereiten. Das Angebot wird jetzt mit acht Wohnungen im Münchner Westen, im Stadtteil Aubing-Lochhausen-Langwied, (Stadtbezirk 22) erweitert.

Die zwei Vorstände und Geschäftsführer der Lebenshilfe München, Peter Puhlmann und René Pfeifer freuen sich über die erfolgreiche Anmietung, denn Wohnraum in München ist nur schwer zu bekommen. René Pfeifer verweist auf die aktuell hohe Nachfrage: „Es besteht ein großer Bedarf an adäquatem und bezahlbarem Wohnraum für unser Klientel in der Stadt München. Deswegen bin ich sehr glücklich, dass wir die Wohnungen noch im Jahr 2021 anmieten konnten. Es bietet für unsere Klienten eine wunderbare Möglichkeit zum selbständigen Wohnen. Auch in Richtung Inklusion, Teilhabe und Orientierung im Sozialraum bietet der Standort beste Strukturen.“
Foto: Die Vorstände der Lebenshilfe München, René Pfeifer, Peter Puhlmann und Andreas Oeller (GWG) bei der Übernahme der Wohnungen.

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Starke Stimme für Menschen mit Behinderungen

– Pressemeldung des Bezirks Oberbayern –

Ein neu eingerichteter Inklusionsbeirat wird sich künftig der Belange von Menschen mit Behinderungen im Bezirk Oberbayern annehmen. In das Gremium werden Menschen mit Behinderungen berufen, um aktiv am politischen Leben mitzuwirken. Vorsitzende sind die beiden Inklusionsbeauftragten des Bezirks (bisher: Behindertenbeauftragte), Claudia Hausberger und Dr. Frauke Schwaiblmair. Der Bezirkstag hat die Einrichtung des Beirats und dessen Satzung in seiner Sitzung am 16. Dezember einstimmig beschlossen. 

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Eine Fahrrad-Rikscha für die Lebenshilfe München

– ‚Aktion Mensch‘ unterstützt mit 5.000 Euro
– Weitere Spenden und ein Zuschuss der Stadt München

Vielen Menschen mit Einschränkung ihrer Mobilität sind Fahrten oder gar Ausflüge auf dem Fahrrad nicht möglich. Sie stehen häufig außen vor, wenn Freunde, ihr Verein oder ihre Gruppe einen Fahrrad-Ausflug unternehmen. Dies bedauert man bei der OBA der Lebenshilfe München schon länger, denn die Organisation und Durchführung von Freizeitaktivitäten ist das Kernanliegen der Offenen Behindertenarbeit und dabei geht es immer um Teilhabe, um die Inklusion von Menschen mit Behinderung.

Die Rikscha wartet auf ihren ersten Einsatz bei der Lebenshilfe München.

OBA-Leiter der Lebenshilfe München, Harry Zipf, freut sich darum besonders über einen Zuschuss der Aktion Mensch von 5000 Euro zum Kauf einer Fahrrad-Rikscha mit Tretunterstützung (E-Bike). Was an Geldern noch fehlte, konnte durch weitere Spenden und mit einem Programm der Stadt München zur Förderung der Elektromobilität aufgebracht werden.

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60 Jahre Lebenshilfe München: Meilensteine

1960 waren Peter und Gabriele bei den Neugeburten in München die beliebtesten Namen. Es wurde gegen eine zweite Startbahn in Riem demonstriert, die Armut von Rentnern angeprangert, eine Städtepartnerschaft mit Verona geschlossen, Hans-Jochen Vogel wird mit 34 Jahren Oberbürgermeister der Landeshauptstadt, die Zahl der Gastarbeiter steigt und erste Pläne für eine eigene Studentenstadt entstehen. 1960 gründeten aber auch zwölf Eltern die Lebenshilfe München, in einer Zeit, nur 15 Jahre nach der NS-Schreckensherrschaft, als man Menschen mit Behinderung noch mit vielen Vorbehalten begegnete. Die Lebenshilfe München möchte mit ihrer Chronik „Meilensteine“ darum die besondere Entwicklung des Vereins und das Engagement der Eltern würdigen.

Meilensteine der Lebenshilfe München

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Am 12. Juli des Jahres wird von Mathilde Eller zusammen mit elf Eltern von Menschen mit Behinderung die „Lebenshilfe für das geistig behinderte Kind e.V.“ gegründet. Heute heißt der Verein: „Lebenshilfe München e.V. Stadt und Landkreis“, hat rund 1000 Mitglieder und ist damit einer der größten Elternvereinigungen Deutschlands.

Es war ein langer und harter Weg der Eltern, galten doch Menschen mit geistiger Behinderung als dafür ungeeignet. Heute völlig unvorstellbar, doch damals musste viel Überzeugungsarbeit geleistet werden. Menschen mit geistiger Behinderung sollten nicht mehr nur verwahrt – etwa in Psychiatrien – und versorgt, sondern gezielt gefördert werden.

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Bilder sprechen mehr als Worte

Das große Fest der Lebenshilfe München zur Feier des 60-Jährigen Jubiläums und des neuen Wandbildes Permanus, war auch ein Fest der vielen Begegnungen. Hier einige Fotos und Stimmungsbilder. Zum Ansehen der Galerie auf eins der Fotos klicken. Fotos: Gerd Spranger

60 Jahre Lebenshilfe und ein besonderes Geschenk

Freude über 60 Jahre Lebenshilfe und über das Wandbild Permanus. Von links: der Künstler Martin Blumöhr, Geschäftsführer und Vorstand der Lebenshilfe München, Peter Puhlmann, und Münchens Alt-Oberbürgermeister Christian Ude. Fotos: Gerd Spranger – mehr in der Galerie.

Ein besonderes Geschenkt machte sich die Lebenhilfe München zu ihrem 60. Geburtstag, auch wenn eigentlich schon der 62. anstehend ist, denn 1960 gründete sich der Verein mit zwölf Eltern. So aber konnte ebenso die Einweihung eines großen Wandgemäldes, das eine ganze vierstöckige Häuserwand ziert, gefeiert werden. „Permamus“ wurde es getauft, was zu deutsch mit „von Hand zu Hand“ übersetzt werden kann. Und es wirkten viele Hände mit, insgesamt 60 Menschen mit und ohne Behinderung, alt und jung, aus der Lebenshilfe und aus der Nachbarschaft. Zu einem großen Gesamtkunstwerk fügte es der Maler Martin Blumöhr zusammen und sprach bei der Einweihung immer wieder von einer Regenbogenblume, die er als ein Zeichen von Diversität verstanden wissen will.

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Bessere medizinische Angebote

Online-Seminar am 29.09.2021:
Medizinische Angebote für Erwachsene mit Behinderung

Es bleibt ein Anliegen der Lebenshilfe München, sich für eine bessere medizinische Behandlungsqualität von PatientInnen mit und ohne Behinderung einzusetzen. Erfolgreich wurden in Deutschland bereits 50 ‚Medizinische Zentren für Erwachsene mit Behinderung‘ (MZEB) eingerichtet, eines davon ist das ‚kbo-Isar-Amper-Klinikum München-Ost‘. Das MZEB stellt eine ambulante Ergänzung der bisher bestehenden Regelversorgung durch niedergelassene Ärzte für Patienten dar, die aufgrund der Art, Schwere oder Komplexität ihrer Behinderung eine besondere Diagnostik und Behandlung benötigen.

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UN-Behinderten-Rechtskonvention: München zieht Bilanz

Vorstand und Geschäftsführer der Lebenshilfe München, Peter Puhlmann, mit der dritten Bürgermeisterin der Landeshauptstadt München, Verena Dietl. Copyright: Michael Nagy / Presseamt München

Die Stadt München hat 2013 ein ganzes Maßnahmenpaket zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) beschlossen. 2019 wurden die Aktionspläne nochmals deutlich erweitert. Insgesamt sind bereits 47 der 81 Projekte und Maßnahmen erfolgreich umgesetzt, davon 80 Prozent aus dem ersten Aktionsplan. Die Lebenshilfe München gestaltete diesen Prozess mit.

Jetzt zog das Sozialreferat München eine Bilanz. Bürgermeisterin Verena Dietl bekräftigt: „Um die Rechte und Freiheiten von Menschen mit Behinderungen zu sichern, arbeiten Stadtverwaltung, Behindertenbeirat und der ehrenamtliche Behindertenbeauftragte Hand in Hand. Wir haben bereits große Fortschritte erzielt. In Zukunft wollen wir noch weiter an diesem wichtigen Thema arbeiten und deshalb bis spätestens 2025 einen dritten Aktionsplan auflegen.“

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