Schulbegleitung für Regelschulen wird immer mehr gewünscht

Seit 2011 ist im Bayerischen Schulgesetz das Recht für alle schulpflichtigen Kinder und Jugendlichen mit Behinderung verankert, einen gleichberechtigten Zugang zum Unterricht an Grundschulen und weiterführenden Schulen zu haben. Die Nachfrage zur Beschulung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung in Regelschulen steigt stark an, weiß Gudrun Keinert, die selbst drei Jahre lang als Schulbegleiterin für die Lebenshilfe München tätig war. Seit fünf Jahren koordiniert sie jetzt diesen Bereich. Aus den anfänglichen 18 Schulbegleiter*innen wurden schnell 60 Mitarbeiter*innen, die momentan insgesamt 53 Kinder und Jugendliche mit Behinderung während dem Schulbesuch begleiten und unterstützen.

Gudrun Keinert

Manche der Kinder und Jugendlichen haben auch zwei oder gar drei Schulbegleiter*innen, da einige der Mitarbeiter*innen nur tageweise arbeiten. Sie studieren nebenbei, leisten die Schulbegleitung nur als Nebenjob auf 450€-Basis oder arbeiten nach der eigenen Elternzeit erstmal nur in Teilzeit.

„Manchmal begleitet aber auch ein*e Schulbegleiter*in ein Tandem – also zwei Kinder parallel. Gerade in Förderzentren würde es sonst oftmals vorkommen, dass in einer Klasse mehr Erwachsene als Kinder sind.“ informiert Keinert, selbst Mutter zweier Kinder. Wir haben uns mit ihr unterhalten, wie sich die Situation in München darstellt und wir merken schnell, wie komplex dieses Thema der Schul- und Individualbegleitung eigentlich ist.

Die Umsetzung scheitert häufig

„Auch wenn generell ein gesetzlicher Anspruch auf den Besuch einer Regelschule besteht, so scheitert es oftmals an den zufriedenstellenden Möglichkeiten der Umsetzung. Beginnend bei der klassischen Barrierefreiheit, über die in München noch längst nicht alle Schulen verfügen, über die fehlenden Räumlichkeiten, um sich auch mal für den differenzierten Unterricht zurückzuziehen bis hin zur oftmals fehlenden Fachlichkeit im Bereich der Inklusion bei Lehr- und Fachkräften. Natürlich nicht bei allen Schulen und auch nicht bei allen Lehrern…aber leider noch viel zu oft“, stellt sie fest.

Klare Tendenz hin zur Regelschule

Der Drang zum Besuch einer Regelschule ist hoch. Er sollte in einer inklusiven Gesellschaft normal sein und Kinder in ihrer Bildung nicht benachteiligt werden. „In Schweden etwa funktioniert das deutlich besser. Die meisten Kinder und Jugendlichen besuchen das ganz normale Regelschulsystem. Dort ist es selbstverständlich, dass jede*r Schüler*in die Hilfe bekommt, die er/sie benötigt“, betont sie. In Bayern werden Grenzen dagegen nicht nur räumlich gesetzt, sondern seien systemisch begründet. „Inklusion an Regelschulen kann nur gelingen, wenn genügend Personal zur Verfügung steht (multiprofessionelle Teams als Standard!), es alle gemeinsam wollen … von der offenen Schulleitung über die fachlich geschulte Lehrkraft, den aufgeschlossenen Eltern und Mitschülern und eben oftmals mit der Unterstützung einer Schulbegleitung. Große Klassen, wechselnde Lehrkräfte, häufige Urlaubs- bzw. Krankheitsvertretungen, wechselnde Klassenzimmer – alles das sind Hindernisse für Kinder, die ein ruhiges und gewohntes Lernumfeld brauchen. Und das ist kein Sonderwunsch, sondern lediglich die Grundlage für die Umsetzung des rechtlichen Anspruchs auf Chancengleichheit.“

Ist das Schulsystem überfordert?

Vor allem bei Hospitationen an Schulen oder in Gesprächen mit Lehr- und Fachkräften wird der Pädagogin die angespannte Lage bewusst: „Übertrieben gesprochen sieht die Situation in einer ‚ganz normalen Grundschulklasse‘ im städtischen Raum etwa so aus: Es gibt immer einige ruhige, schüchterne und introvertierte Kinder, die von der Lehrkraft besonderer Aufmerksamkeit brauchen. Dann sind da ein paar wilde Rabauken, die für ordentlich Action sorgen und die besondere Aufmerksamkeit der Lehrkraft brauchen. Dann natürlich noch Kinder, die emotional und sozial belastet sind und ebenfalls nach Aufmerksamkeit verlangen. Dazu kommt der ein oder andere nicht-diagnostizierten ADHSler oder Asperger-Autist, der die besondere Aufmerksamkeit der Lehrkraft braucht.

Die Grenzen des Möglichen sind längst erreicht

Je nach Stadtteil sind da noch einige Kinder mit Migrationshintergrund und starken Defiziten in der deutschen Sprache. Und jetzt nehmen die Schulen glücklicherweise nach Möglichkeit noch traumatisierte Flüchtlingskinder auf, die ebenfalls eine besondere Betreuung durch die Lehrkraft brauchen. Das Ganze in Klassen mit 25 bis 30 Schülern und Schülerinnen und der einen Lehrkraft, die dann neben all dem ´gebraucht werden´, neben all der Elternarbeit und all den kleinen und großen Alltagsaufgaben ihrem Bildungsauftrag nachkommen muss und dann am besten noch das Kind mit Behinderung inklusiv beschulen soll. Eine Aufgabe, die in sich bereits Grenzen des Möglichen aufzeigt.“

„Das System der Schulbegleitung kann funktionieren“, ist sich Gudrun Keinert sicher. Für die Kinder und Jugendlichen, die eine Schulbegleitung zur Seite haben, ist es für das Gelingen elementar, dass sich die Zuständigkeiten von Lehrkraft und Schulbegleiter*in gut und effektiv ergänzen.

„Viele der begleiteten Kinder brauchen Unterstützung im Großen und im Kleinen. Die einen flippen schnell aus und zeigen sich und anderen gegenüber Aggressionen. Die andere üben mit der Schulbegleitung erst mal wichtige Strukturen am Arbeitsplatz ein…etwa, dass das Federmäppchen mit den Stiften richtig liegt, ebenso die Hefte und Bücher, damit sich das Kind auf den Unterricht konzentrieren kann. Manche Kinder verweigern das Schreiben, manche Kinder haben große Angst sich von zu Hause zu lösen. Die einen brauchen Unterstützung beim Bedienen der Insulinpumpe, die anderen müssen regelmäßig aus dem Klassenzimmer begleitet werden, um Auszeiten nehmen zu können. In vielen Fällen hilft die Schulbegleitung auch dabei, zwischen dem zu begleiteten Kind und den Mitschüler*innen soziale Kontakte zu knüpfen, gegenseitiges Verständnis aufzubauen und manchmal auch zu vermitteln.“

Kinder mit Sonderstellung in der Klasse

Mit dem Bündel an Assistenzleistungen nimmt das Kind darüber hinaus in der Klasse eine Sonderstellung ein. Das muss den Mitschülern vermittelt werden und auch manche Lehrkraft muss sich erst mal mit der Rolle des Schulbegleiters auseinandersetzen und manchmal auch arrangieren. „Generell entwickeln sich diese Leistungen vor allem in den Grundschulen gut“, bestätigt Keinert, „die meisten Kinder können damit gut umgehen.“ Die Probleme mehren sich ab der fünften Klasse auf Regelschulen. Dann sei häufig Mobbing und Ausgrenzung aus der Klassengemeinschaft zu beobachten. Die Schere zwischen Kindern mit und ohne Behinderung wird in diesem Alter immer deutlicher.

Es spricht einiges für die Förderschulen

„Trotz all der Unterstützung durch eine*n Schulbegleiter*in ist es in unserem Regelschulsystem mit der knappen Ausstattung an personellen Ressourcen, dem fehlenden Fachwissen, dem unflexiblen Bayerischen Lehrplan und all den anderen Stolpersteinen vielleicht sogar manchmal besser, sein Kind an einem Förderzentrum zur Schule gehen zu lassen…auch wenn das natürlich nicht dem Gedanken der Inklusion und Chancengleichheit entspricht.“

Peter Puhlmann, Vorstand und Geschäftsführer der Lebenshilfe München, hebt die positive Leistung der Schulbegleitung hervor: „Mit der Schulbegleitung der Lebenshilfe München tragen wir erfolgreich dazu bei, die erforderliche Unterstützung im motorischen, sozialen, emotionalen und kommunikativen Bereich zu gewährleisten und damit Teilhabe im inklusiven Sinne zu ermöglichen. So gelingt es ganz individuell schulische Anforderungen zu bewältigen und sich in den Klassenverband integrieren zu können. Unser Anspruch ist es dabei, eine größtmögliche Selbstständigkeit unserer Kinder und Jugendlichen zu stützen und langfristig zu erreichen.“

Gerd Spranger

Geschwistertage bei den Alpakas

Die beiden ersten Geschwistertage dieses Jahr, führten das Geschwisterprojekt gleich beide an den Ammersee zu einer gemeinsamen Alpakawanderung.

Gegenseitiges Vertrauen schaffen.
Gegenseitiges Vertrauen schaffen.

Als friedliche Haus- und Begleittiere, werden diese ursprünglich aus den südamerikanischen Anden stammenden, domestizierten Kamele, häufig bei tiergestützten Therapien eingesetzt. Der Umgang mit Alpakas „unterstützt bei der Überwindung von Ängsten, hilft Verantwortung aufzubauen, ermutigt die Kontaktaufnahme und stärkt das Selbstwertgefühl,“ sind sich Therapeuten einig.

Bei den Geschwistertagen der Lebenshilfe München konnten die Gruppe mit acht Kindern jeweils ein Alpaka spazieren führen. Trotz eisigem Wind hatten alle sehr viel Spaß. Mit anschließenden Streicheleinheiten und dem Füttern der Tiere wurde der Tag nachmittags erfolgreich beendet. Es waren sich bei der Autofahrt zurück nach München alle einig: Wir kommen auf jeden Fall wieder. / Sophia Enzinger

Die Geschwisterkinder gemeinsam mit den Alpakas unterwegs. Fotos: Lebenshilfe München
Die Geschwisterkinder gemeinsam mit den Alpakas unterwegs. Fotos: Lebenshilfe München

G E S C H W I S T E R T A G E

Mehr Information zu den „Geschwistertagen“ der Lebenshilfe München finden Sie unter:
www.lebenshilfe-muenchen.de/wp-content/uploads/Flyer-Geschwisterangebot-2020.pdf

Einen Einblick in die Aktivitäten bei den Geschwistertagen der Lebenshilfe München gibt Ihnen auch unser Bericht aus dem Jahre 2019:
www.lebenshilfeblog.de/2019/12/17/geschwistertage-bei-der-lebenshilfe-muenchen

Ukraine: Landesverband Bayern und Lebenshilfe München unterstützen

Die Lebenshilfe Bayern ist tief erschüttert über den andauernden Krieg in der Ukraine. „Wir sorgen uns vor allem auch um Menschen mit Behinderungen und ihre Familien, die in den Kriegsgebieten leben oder nun auf der Flucht sind“, betont die Landesvorsitzende Barbara Stamm und appelliert, bei allen Hilfsmaßnahmen deren besondere Bedürfnisse zu beachten.

Partnerorganisation in Ukraine

„Der Krieg bringt für Millionen von Menschen unfassbares Leid, Elend und Zerstörung“, so die ehemalige Landtagspräsidentin weiter. Viele Lebenshilfen in Bayern stehen deshalb bereit, insbesondere Flüchtlingen mit Behinderungen und ihren Familien zu helfen. Die Lebenshilfe Ostallgäu hat sogar selbst behinderte Kinder und ihre Mütter aus der Ukraine nach Kaufbeuren gebracht. Seit Jahren arbeitet sie eng mit dortigen Organisationen zusammen. Ausführliche Informationen dazu gibt es unter:
www.lebenshilfe-ostallgaeu.de.

Ukraine-Hotline Bayern

Auf bayerischer Ebene unterstützt die Lebenshilfe die telefonische
Ukraine-Hotline: 089-54497-199.
Sie gilt als Erstanlaufstelle für Flüchtlinge, deren Familien, Verwandte, Freunde in Bayern und engagierte Menschen, die selbst helfen möchten. Die Hotline wird von der Freien Wohlfahrtspflege betrieben und vom Sozialministerium gefördert. Weitere Infos und Kontaktdaten – auch in ukrainisch – gibt es im Internet unter:
www.ukraine-hotline-bayern.de
sowie auf der zentralen Plattform der bayerischen Staatsregierung:
https://ukraine-hilfe.bayern.de.

Helfen mit den Diensten der Lebenshilfe

In München bekräftigt Lebenshilfe-Vorstand und Geschäftsführer, Peter Puhlmann, das Engagement der Lebenshilfe-Dienste, wie Familienunterstützender Dienst, Ambulante Dienste und Anbulanter Pflegedienst. „Wir haben trotz ausgelasteter Wohn- und Unterkunftskapazitäten in unseren Wohneinrichtungen noch eine ’stille Reserve‘ für Menschen mit Behinderung schaffen können. Wir bieten Raum für zwei Familien mit Kindern oder insgesamt sechs (Waisen-) Kinder.“ Die Hilfen der Lebenshilfe München werden auf kommunaler Ebene abgestimmt. „Wir stehen über einen privaten Kontakt auch mit einer leitenden Person eines internationalen Kinderhilfswerkes in der Ukraine im Kontakt“, so Peter Puhlmann. „Unabhängig hiervon haben Mitarbeiter, allen voran Gudrun Keinert (Koordinatorin der Schulbegleitung) von der Lebenshilfe München eine Sammelaktion von Hilfsgütern zu Gunsten von Ukraine-Flüchtlingen gestartet. Hierzu gilt mein ganz persönlicher Dank!“

60 Jahre Lebenshilfe-Landesverband Bayern

Unter dem Motto „Miteinander – Wir gestalten Teilhabe“ setzt sich der Lebenshilfe-Landesverband Bayern seit 1962 als Dachorganisation der bayerischen Lebenshilfen insbesondere für Menschen mit geistiger Behinderung und ihre Familien ein. Der Verband hat heute gut 160 Mitglieds-Organisationen. Diese unterstützen, fördern und begleiten über 50.000 Menschen mit Behinderungen und deren Familien. Die Lebenshilfe hat ein umfassendes Netz kompetenter Hilfe aufgebaut – mit etwa 900 Einrichtungen, Diensten und Beratungsstellen. Landesvorsitzende Barbara Stamm ist seit 2001 im Amt. Die Lebenshilfe ist bundesweit aktiv als Elternverband und Selbsthilfe-Vereinigung, als Fachverband und Trägerin von Einrichtungen der Behindertenhilfe. Informationen zum Jubiläumsjahr 2022 gibt es hier.

Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung – Landesverband Bayern e. V. – 91056 Erlangen – E-Mail: info@lebenshilfe-bayern.de – Internet: https://www.lebenshilfe-bayern.de

„Es bleibt alles Corona-Konform“

HPT in Unterhaching zwei Jahre nach dem ersten Lockdown

Im Sommer 2021 fragten wir in unserem Lebenshilfeblog (.de) nach, wie sich die Pandemie auf die Kinder und Jugendlichen und die Betreuung in der HPT (Heilpädagogische Tagesstätte) in Unterhaching auswirkt. Wie stellt sich heute, ein halbes Jahr später, die Situation dar? Die Einrichtungsleiterin Sabine Griebel gibt einen kleinen Stimmungsbericht:

„Jetzt sind es etwa zwei Jahre, an dem wir (das ist die Heilpädagogische Tagesstätte G Unterhaching) unsere Kinder und Jugendlichen in den ersten Lockdown geschickt haben. Zwei intensive Jahre mit vielen neuen Herausforderungen, die den Kinder und Jugendlichen, den Eltern und auch den Mitarbeiterinnen einiges abverlangt haben.

Grundsätzlich machen es alle Beteiligten sehr gut, halten sich an die sich immer wieder verändernden Regelungen. Das regelmäßige Testen ist mittlerweile schon zur Routine geworden. Und auch wenn seit den letzten Pfingstferien wieder alle Kinder und Jugendlichen im Präsenzunterricht sind und somit auch alle gleichzeitig nachmittags zu uns in die HPT kommen können, sind wir von einem „Regelbetrieb“ noch entfernt. Wir können leider noch nicht wieder gruppenübergreifende Projekte und Aktionen anbieten. Und auch im Außenbereich sind wir für uns, denn es gibt keine gemeinsame Benutzung mit den anderen HPTn.

Diese neuen Situationen brachten gute Dinge zum Vorschein, die immer wieder aufs Neue unsere Kreativität zum Vorschein gebracht haben. Allerdings kommen wir – und damit meine ich wieder alle Beteiligten – mittlerweile an den Rand unserer Geduld. Wir alle wünschen uns „Normalität“, eben Begegnungen, Feste, Feiern usw.

Der Bewegungsraum seit zwei Jahren eingeschränkt

In den letzten beiden Jahren war es einzig in den letzten Herbstferien möglich, Ausflüge zu machen, die nicht in die nähere Umgebung führten. Immer HPT-Gelände, immer Ortspark und die näheren Spielplätze? Auf Dauer ist das nicht mehr nur ansprechend. Erschwerend kommt hinzu, dass Corona keinen Bogen um unsere HPT und Unterhaching macht. Zu Beginn des Jahres 2022 wurden wir auch mit Infektionen bei den Kindern und Jugendlichen sowie im Team gebeutelt.

Viele Zutaten und Ideen für die „Psychohygiene“

Und trotzdem finden sich im Team immer wieder gute Ideen für Aktionen und Projekte, selbstverständlich coronakonform. Beispielsweise hatten wir am Rosenmontag Teamtag mit dem Thema „Psychohygiene“. Hier konnten wir im Team vieles in Kleingruppen ausprobieren, das uns in diesen Zeiten gut tut und das gleichzeitig in den Gruppenalltag integriert werden kann. Wir haben festgestellt, dass gerade jetzt das gemeinsame Lachen (das geht auch mit dem nötigen Abstand) immens wichtig ist.

In einer Gruppe wird gerade ein „Nachrichtenprojekt“ gestartet. Das bedeutet, dass die Jugendlichen einen Rahmen aus Holz gebastelt haben (= Rahmen des Fernsehers). Hinter diesem werden dann Nachrichten der Jugendlichen gesprochen und gefilmt. So dass wir immer die neuesten HPT-Nachrichten auf den PC’s ansehen können. Hier darf alles mit hinein, was unsere Jugendlichen gerade bewegt und beschäftigt.

Ideen gibt es zum Glück immer viele. Die momentanen Stolperstellen bedeuten allerdings – auch nach fast 2 Jahren – „coronakonform“ zu sein.“

Sabine Griebel, Dipl. Sozialpäd. (FH)

Ambulante Pflege ist sehr gefragt es fehlen aber Fachkräfte

Christine-Wiesenthal-Moser

Die Nachfrage nach ambulanter Pflege ist durch die Corona-Pandemie gestiegen, bemerkt Christine Wiesenthal-Moser, Leiterin des ‚Ambulanten Pflegedienstes‘ der Lebenshilfe München. Sie war lange vor der Pandemie bereits Leiterin einer Wohneinrichtung des Elternvereins und führte bis 2019 den Ambulanten Pflegedienst (APD). Nach zweimaliger Babypause, ihre Kinder sind heute zwei und fünf Jahre alt, kehrte sie im Herbst 2021 erneut in ihren Beruf als Leiterin des APD der Lebenshilfe zurück. Sie hat also einen direkten Vergleich der Situation vor und während der Pandemie „und sie ist nicht besser geworden“, bedauert sie. Der Mangel an Fachkräften habe zugenommen und die Nachfrage sei weiter gestiegen. Ohne Probleme könnten bei der Lebenshilfe München innerhalb eines halben Jahres vier Pflegekräfte beschäftigt werden, doch trotz intensiver Bemühungen auf dem Arbeitsmarkt bleiben selbst Bewerbungen aus.

„Und das, obwohl wir im Vergleich zu ähnlichen Einrichtungen gut bezahlen, nämlich nach Tarif mit Zulagen. Insgesamt aber ist das Lohnniveau bei den pflegenden Berufen viel zu niedrig angesetzt. Wir tragen mit unserer Tätigkeit eine hohe Verantwortung und müssen uns laufend weiterbilden. Dazu ist die Arbeit sowohl körperlich wie psychisch nicht ganz einfach. Es ist längst eine deutliche Anhebung der Gehälter nötig. Die Politik hat es auch versprochen, doch bis heute nicht gehalten. Letztlich bekommen es dann gerade jene zu spüren, die auf Hilfe angewiesen sind, sie aber nicht bekommen, weil ganz einfach Fachkräfte fehlen“, bedauert sie.

Die Hilfe selbst organisieren

Einen zweiten Trend bemerkt Christine Wiesenthal-Moser: „Die Menschen neigen heute viel stärker dazu, ihre Angehörigen zuhause zu versorgen und die Hilfe selbst zu organisieren“, erzählt die Leiterin des Ambulanten Pflegedienstes. Sie führt es auf ein gewachsenes Misstrauen gegenüber Einrichtungen wie Seniorenheime oder selbst Krankenhäuser zurück. „Alte und schwer behinderte Menschen wurden massiv von ihren Angehörigen abgeschottet. Manche von ihnen verstarben einsam, was der Unsicherheit in der Pandemie geschuldet war und nach neuen Maßnahmen verlangte. Das hinterlässt Spuren. Spuren, die wir heute in vielen Gesprächen und Beratungen bemerken.“

Das Umfeld im Blick behalten

Selbst habe sie in der intensiven Zeit mit ihren zwei kleinen Kindern gelernt wieder genauer hinzusehen. „Heute sehe ich das familiäre Umfeld der zu betreuenden Menschen viel stärker. Sie leiden selbst unter Ängsten und Sorgen. Etwa weil sie selbst bereits älter sind oder auch gesundheitlich an ihre Grenzen stoßen. Es steckt immer die Sorge dahinter, für ihre Angehörigen die Hilfe nicht mehr im nötigen Umfang leisten zu können. Deswegen werden wir schließlich ja auch kontaktiert.“

Dabei ist die Klientel des Ambulanten Dienstes (APD) der Lebenshilfe München gemischt durch alle Altersgruppen hindurch, jedoch sind es in der Regel Menschen mit Behinderung die betreut werden. „Auch in unseren Einrichtungen des gemeinschaftlichen Wohnens, vor allem im ambulant betreuten Wohnen, sind wir im Einsatz“, so die Pflegefachkraft, die noch den klassischen Berufsweg von der Gesundheits- und Krankenpflegerin mit anschließender Weiterbildung zur Stationsleiterin bis zur Pflegedienstleitung und Einrichtungsleiterin durchlaufen hat. „Wir unterstützen bei der Körperpflege, hauswirtschaftlichen Tätigkeiten und begleiten, wenn Betreuung nötig ist.

Lebenshilfe für alle Bereiche

So wie der APD bei der Betreuung in den ambulanten Wohneinrichtungen der Lebenshilfe München unterstützt, hilft der FuD (Familien unterstützende Dienst) vor Ort, wenn über die zu leistende Pflege hinaus weitere Hilfe nötig ist. „Auch beraten wir pflegende Angehörige, denn es ist nicht für alle ersichtlich, welche Leistungen sie abrufen können und was ihnen zusteht.“ Dabei macht sie vor allem mit jungen Eltern und pflegende Angehörige sehr positive Erfahrungen.

„Die Jungen sind meist gut informiert, fragen gezielt nach und kennen ihre Rechte. Sie sind über die sozialen Medien vernetzt und da werden dann schon mal gezielt komplexe Themen abgefragt. Darum ist es für uns enorm wichtig, immer die neuesten Bestimmungen zu kennen. Ein großer Bereich sind etwa aktuelle Bedingungen des BTHG (Bundes-Teilhabegesetz) wie „Assistenzleistungen“ und aus dem Bereich „Hilfe zur Pflege“ wie häusliche Pflegeleistungen, Pflegehilfsmittel, Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes und weitere Unterstützungsformen. Wir legen darum Wert darauf, die pflegenden Angehörigen zu informieren und bieten regelmäßig Schulungen zu den einschlägigen Themen an. Eine zentrale Rolle dabei spielt die Angehörigenberatung der Lebenshilfe München.

Pflege ist vielseitig und flexibel

Christine Wiesenthal-Moser ist von der Attraktivität des Berufes überzeugt. „Es ist ein selbständiges Arbeiten, ein Dienstwagen für die Einsätze wird gestellt und die Zeiteinteilung ist weitgehend flexibel. Eine Teilzeitarbeit kommt vor allem Müttern zugute, die sich in der Regel noch um den Haushalt und die Kinder kümmern müssen. Oder auch jungen Menschen ganz allgemein, die sich etwa beruflich weiter qualifizieren möchten.“

Sie interessieren sich für den Beruf und die Arbeit bei der Lebenshilfe München?
Dann finden Sie in der Ausschreibung weitere Informationen unter:
https://jobs.lebenshilfen-oberbayern.de/job/gesundheits-und-krankenpfleger-pflegefachkraft-altenpfleger-m-w-d-2/

Die Karriere bei der Lebenshilfe München startete Christine Wiesenthal-Moser bereits 2014.
Lesen Sie mehr:
https://lebenshilfeblog.de/2014/11/04/neue-leitung-in-putzbrunn/

Barriere-Freiheit und die Leichte Sprache

Es ist ein langer Weg den Bedarfen von Menschen mit Behinderung gerecht zu werden. Die Projekte aber werden voran gebracht, wie etwa in der Landeshauptstadt München. Im Sommer 2013 bereits beschloss der Stadtrat einen eigenen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention mit fast 50 einzelnen Projekten. Auch die Lebenshilfe München wirkte dafür in einigen Arbeitskreisen mit. Die guten Erfolge und die sich ergebenden neuen Aufgaben machten einen zweiten Aktionsplan nötig, der im Jahr 2019 vom Münchner Stadtrat einstimmig beschlossen wurde.

Aktuell informiert das Kreisverwaltungsreferat über die Erweiterung seiner Dienstleistungen im Internet mit Informationen in Leichter Sprache. Es sind jetzt aus dem Bürgerbüro die Dienstleistungen rund um Personalausweis, Reisepass und Kinderreisepass hinzugekommen. „Das Angebot wird Zug um Zug um die häufigsten Anliegen der Bürgerinnen und Bürger in München ergänzt,“ informiert das Amt.

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Die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen fördern

Sonderpädagogin Sabine Janowitz gibt Einblick in den Schulalltag
Die Medienpädagogik als neue Möglichkeit begreifen lernen

Die „Silvia-Görres-Schule“ der Lebenshilfe im Norden von München an der Neuherbergstraße macht in ihrem Zusatz bereits deutlich, was ihr Anliegen ist. Sie ist ein „privates Förderzentrum mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung“. Die Entwicklung der Kinder wird bereits früh in der SVE (Schulvorbereitende Einrichtung) voran gebracht. „In der Vorbereitung auf die Schule lernen die Kinder ganz einfache Dinge wie etwa für eine gewisse Zeit ‚ruhig im Kreis zu sitzen‘, sich dabei zu konzentrieren, über den Tag, das Wetter oder sich auch über den Tagesablauf auszutauschen“, informiert die Schulleiterin Sabine Janowitz.

Sabine Janowitz

Mit auf dem Plan der Vorschule stehen ebenso Naturerfahrungen, wobei die nahe Panzerwiese und der schuleigene Spielplatz gute Voraussetzungen bieten. „Es kann auch noch einen Schritt weiter gehen, etwa mit einem Schulgarten und der Anpflanzung von Kräutern, Tees sowie Gemüse. Die Kinder sollen verstehen, dass etwa eine Tomate nicht in der Dose wächst oder heranreift.“

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Ab in den Urlaub mit der OBA!

Zwei Jahre lang hat Corona das Reisen auch in der OBA schwer gemacht. Nicht zu lang, nicht zu groß, nicht zu weit weg – das waren die Vorgaben. Alles war schwer planbar.

Umso schöner, dass es für 2022 endlich wieder ein „normales“ OBA-Reiseheft gibt. Kurz vor Weihnachten wurde es verschickt und seitdem rappeln in der OBA der Briefkasten und das Faxgerät. Die Vielzahl der Anmeldung zeigt, wie reiselustig die OBAler nach der langen Pause sind.

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Instrument Systems erfüllt Weihnachtswünsche

Die in München ansässige Firma „Instrument Systems“ kooperiert im Rahmen ihrer Mitarbeiter Weihnachtsaktion jetzt schon im zweiten Jahr mit der Lebenshilfe Wohnen GmbH und im Besonderen mit den Wohnstätten Willinger Weg und Unterschleißheim. Roberta Mioni Coltro und ihr Team sammeln im November Weihnachtswünsche der Bewohnerinnen und Bewohnern der Lebenshilfe-Wohnstätten ein und hängen die Umschläge mit den Wünschen am Christbaum im Eingangsbereich ihrer Firma auf.

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich an der Aktion beteiligen möchten, nehmen sich einen Wunsch vom Baum und übernehmen die Besorgung und das Einpacken der einzelnen Wünsche. Durch die großzügige Unterstützung freuen sich fünfzehn Bewohnerinnen und Bewohner über einen erfüllten Weihnachtswunsch.

Auf dem Foto zu sehen : Bewohnerinnen und Bewohner der Wohnstätte Willinger Weg, Roberta Mioni Coltro von Human Resources Instrument Systems und René Pfeifer, Geschäftsführer und Vorstand der Lebenshilfe München

Neue Wohnungen der Lebenshilfe München

Seit mehreren Jahren setzt die Lebenshilfe München auf ein durchlässiges Gesamtkonzept im Bereich Wohnen. Betreute Wohneinrichtungen im gemeinschaftlichen Wohnen, Wohngemeinschaften, ambulant betreutes Wohnen und zwei Wohngruppen, die Menschen mit Behinderung auf ein selbständiges Wohnen vorbereiten. Das Angebot wird jetzt mit acht Wohnungen im Münchner Westen, im Stadtteil Aubing-Lochhausen-Langwied, (Stadtbezirk 22) erweitert.

Die zwei Vorstände und Geschäftsführer der Lebenshilfe München, Peter Puhlmann und René Pfeifer freuen sich über die erfolgreiche Anmietung, denn Wohnraum in München ist nur schwer zu bekommen. René Pfeifer verweist auf die aktuell hohe Nachfrage: „Es besteht ein großer Bedarf an adäquatem und bezahlbarem Wohnraum für unser Klientel in der Stadt München. Deswegen bin ich sehr glücklich, dass wir die Wohnungen noch im Jahr 2021 anmieten konnten. Es bietet für unsere Klienten eine wunderbare Möglichkeit zum selbständigen Wohnen. Auch in Richtung Inklusion, Teilhabe und Orientierung im Sozialraum bietet der Standort beste Strukturen.“
Foto: Die Vorstände der Lebenshilfe München, René Pfeifer, Peter Puhlmann und Andreas Oeller (GWG) bei der Übernahme der Wohnungen.

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LBW-Weihnachtsgeschenk an die Lebenshilfe München

Die Niederlassung der Landesbank Baden Württemberg (LBW) in München verzichtete 2021 auf Weihnachtsgrußkarten. Sie investierte lieber in soziale Projekte und die Mitarbeiter der Landesbank stockten das Budget mit privaten Spenden noch auf. So freut sich auch die Lebenshilfe München über eine Spende von 2500 Euro.

Unser Bild zeigt bei der Spendenübergabe Direktor Alexander Wolfensperger (l.) der LBW-Niederlassung für Unternehmenskunden in München, sowie Vorstand und Geschäftsführer der Lebenshilfe München, Peter Puhlmann (r.). Weiter auf dem Foto (von links): Harry Zipf, Leiter der Offenen Dienste, Antje Hiltscher für den Bereich Wohnen und Monika Wagner für die Frühförderung.

Darf es zu Weihnachten etwas Besonderes sein?

MOCCASOLA:
die duftenden Kaffeespezialitäten der Lebenshilfe

Was gibt es schöneres als ein dampfendes heißes Getränk zur Weihnachtszeit. Klassischer Weise ein Glühwein im Freien, ein heißer Tee mit Schuss oder ein frisch gebrühter Kaffee. Wenn es ein besonderer ist, macht er sich auch als Geschenk unter dem Weihnachtsbaum gut. Dazu zählen ganz bestimmt die Kaffee-Spezialitäten von „MOCCASOLA – die kleine Rösterei“, die in der Zweigwerkstatt Putzbrunn der Lebenshilfe Werkstatt selbst geröstet werden. Die wertvollen Bohnen, beispielsweise für den PachaMama bezieht MOCCASOLA direkt bei einer Vereinigung von 50 Kaffeebauern aus dem Hochland Perus. Anbau und Ernteprozess orientieren sich an den Grundsätzen für ökologisch nachhaltigen Kaffeeanbau. Nachhaltig ist auch die Produktion in München, denn sie sichert rund zwanzig Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung.

Auch zur 60-Jahr-Feier der Lebenshilfe München präsentiert sich das Moccasola-Team. Auf dem Bild Stephan Mancassola (r.) und im Hintergrund Geschäftsführer Andreas Jehn (r.) und André Keitel (l.) – Foto: Gerd Spranger
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Eine Fahrrad-Rikscha für die Lebenshilfe München

– ‚Aktion Mensch‘ unterstützt mit 5.000 Euro
– Weitere Spenden und ein Zuschuss der Stadt München

Vielen Menschen mit Einschränkung ihrer Mobilität sind Fahrten oder gar Ausflüge auf dem Fahrrad nicht möglich. Sie stehen häufig außen vor, wenn Freunde, ihr Verein oder ihre Gruppe einen Fahrrad-Ausflug unternehmen. Dies bedauert man bei der OBA der Lebenshilfe München schon länger, denn die Organisation und Durchführung von Freizeitaktivitäten ist das Kernanliegen der Offenen Behindertenarbeit und dabei geht es immer um Teilhabe, um die Inklusion von Menschen mit Behinderung.

Die Rikscha wartet auf ihren ersten Einsatz bei der Lebenshilfe München.

OBA-Leiter der Lebenshilfe München, Harry Zipf, freut sich darum besonders über einen Zuschuss der Aktion Mensch von 5000 Euro zum Kauf einer Fahrrad-Rikscha mit Tretunterstützung (E-Bike). Was an Geldern noch fehlte, konnte durch weitere Spenden und mit einem Programm der Stadt München zur Förderung der Elektromobilität aufgebracht werden.

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60 Jahre Lebenshilfe München: Meilensteine

1960 waren Peter und Gabriele bei den Neugeburten in München die beliebtesten Namen. Es wurde gegen eine zweite Startbahn in Riem demonstriert, die Armut von Rentnern angeprangert, eine Städtepartnerschaft mit Verona geschlossen, Hans-Jochen Vogel wird mit 34 Jahren Oberbürgermeister der Landeshauptstadt, die Zahl der Gastarbeiter steigt und erste Pläne für eine eigene Studentenstadt entstehen. 1960 gründeten aber auch zwölf Eltern die Lebenshilfe München, in einer Zeit, nur 15 Jahre nach der NS-Schreckensherrschaft, als man Menschen mit Behinderung noch mit vielen Vorbehalten begegnete. Die Lebenshilfe München möchte mit ihrer Chronik „Meilensteine“ darum die besondere Entwicklung des Vereins und das Engagement der Eltern würdigen.

Meilensteine der Lebenshilfe München

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Am 12. Juli des Jahres wird von Mathilde Eller zusammen mit elf Eltern von Menschen mit Behinderung die „Lebenshilfe für das geistig behinderte Kind e.V.“ gegründet. Heute heißt der Verein: „Lebenshilfe München e.V. Stadt und Landkreis“, hat rund 1000 Mitglieder und ist damit einer der größten Elternvereinigungen Deutschlands.

Es war ein langer und harter Weg der Eltern, galten doch Menschen mit geistiger Behinderung als dafür ungeeignet. Heute völlig unvorstellbar, doch damals musste viel Überzeugungsarbeit geleistet werden. Menschen mit geistiger Behinderung sollten nicht mehr nur verwahrt – etwa in Psychiatrien – und versorgt, sondern gezielt gefördert werden.

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