Erfolgsgeschichte: Wohnen im Sozialraum

Noch im Dezember konnten die Lebenshilfe-Vorstände (v.l.), René Pfeifer und Peter Puhlmann acht Wohnungen anmieten.

(gsp) Selbständiges „Wohnen im Sozialraum“ ist die jüngste und fortschrittlichste Wohnform, die die Lebenshilfe München für Menschen mit geistiger Behinderung bietet. In München-Langwied mietete der Verein acht Wohnungen an und Bernhard ist einer der Mieter, der im Februar dort einzog. Schon früh verspürte der heute 26-Jährige den Wunsch nach einem selbständigen Leben und zog vom Elternhaus in eine Wohngruppe der Lebenshilfe, in ein betreutes Wohnen.

Schnell war klar, dass er sich gut zurecht fand. Tagsüber arbeitete er (bis heute) in der Augustinum-Werkstatt in Oberschleißheim. 2016 wechselte er dann in eine betreute Wohngemeinschaft mit elf Personen und drei Jahre später in ein eigenes Appartement am Kiem-Pauli-Weg. Dort bereitet die Lebenshilfe München die Bewohner auf ein selbständiges Leben vor.

Ein Training für die Selbständigkeit

Bernhard freut sich über den schönen Balkon.

Es war also ein langer Prozess, bevor Bernhard nun endlich in Langwied ein selbständiges Wohnen möglich ist. Selbst bekräftigt er die Notwendigkeit einer guten Vorbereitung für ein selbständiges Leben. Alltägliche Dinge, wie die eigene Wohnung ordentlich und sauber zu halten, das Einkaufen und auch den Überblick über das Geld, also über das persönliche Budget zu haben, setzt viel Eigenverantwortung voraus. Die Betreuerin der Lebenshilfe stellt Bernhard dabei ein gutes Zeugnis aus. „Seine Wohnung hält er ‚tip-top‘ sauber und er kommt auch sonst gut zurecht.“

Den Wocheneinkauf bespricht Bernhard regelmäßig mit seiner Betreuerin und hebt dafür die Einkaufszettel auf, führt ein eigenes Haushaltsbuch. „Zuvor schaue ich immer was ich einkaufen muss,“ bekräftigt er. Leider gibt es direkt in Langwied noch keinen Supermarkt. Bernhard muss drei Stationen mit dem Bus fahren, bevor er bei den Geschäften ist. Aber auch das schafft er ohne Probleme. Die gesetzliche Betreuerin hilft auch beim Briefverkehr mit den Behörden bzw. bei Amtsgeschäften und wichtigen Angelegenheiten.

Neue Konzepte des Zusammenlebens

Bernhard fühlt sich in seiner neuen Wohnung und dem Umfeld wohl.

„Wohnen im Sozialraum“ nimmt im Münchner Westen, im Stadtteil Aubing-Lochhausen-Langwied (Stadtbezirk 22) neue Formen an, denn auch die Stadt München selbst will dort neue Konzepte des Zusammenlebens verwirklichen und man hat dafür ganz bewusst die Lebenshilfe München angesprochen. Aktuell wird noch viel gebaut, so die Betreuerin, und es sei nur noch eine Frage der Zeit, bis sich die Infrastruktur verbessere. Bernhard konnte zu seinem direkten Wohnungsnachbarn bislang einen guten Kontakt aufbauen. „Ansonsten ist es in einer Stadt wie München nicht ganz einfach, denn die Menschen hier sind alle berufstätig, ebenso wie Bernhard. Da bleibt für das Private häufig zu wenig Zeit,“ schildert die Lebenshilfe-Betreuerin die Situation.

Smartphone als wichtiger Begleiter

Ein wichtiger Begleiter für den Alltag ist für Bernhard das Smartphone. Damit kommt er gut zurecht und die wichtigen Nummern hat er eingespeichert. Das ist wichtig, sollte man mal den Haustürschlüssel vergessen, wie es jüngst seinem Nachbarn passierte. Anderen Menschen mit Behinderung empfiehlt er ebenfalls ein Wohntraining zu durchlaufen. „Da habe ich viel gelernt, alles was ich heute für meine Selbständigkeit brauche“, betont er. Bereut hat er den Schritt ‚in die eigenen vier Wände“ nie. Er fühlt sich wohl und genießt das ganz persönliche Stück Freiheit.

Mehr zum jüngsten Wohnprojekt der Lebenshilfe München lesen Sie unter:

https://lebenshilfeblog.de/2021/12/22/neue-wohnungen-der-lebenshilfe-munchen/

Mit der Gesellschaft ändern sich auch die Wohnformen

Lebenshilfe München wird mit angepassten Wohnkonzepten
den Bedarfen gerecht

(gsp) Einer der größten Veränderungen innerhalb der Lebenshilfe München wirkt sich im Bereich Wohnen aus, seit 2013 ein Herzensanliegen von Vorstand und Geschäftsführer Peter Puhlmann. Seit 2017 ist René Pfeifer für diesen Bereich verantwortlich und wurde 2021 ebenfalls zum Vorstand berufen. Gemeinsam haben Sie viel voran gebracht, die Angebote den Bedarfen angepasst und ebenso die politischen Forderungen erfüllt, wie aktuell im Bundesteilhabegesetz (BTHB) verankert. Das Wohnen wird immer mehr als zentraler Teil des Lebens verstanden. Die Angebote der Lebenshilfe München sind heute darum besonders vielfältig. Peter Puhlmann erklärt die einzelnen Bereiche:

Stationäres Wohnen neu: „Besondere Wohnformen“

Peter Puhlmann, Vorstand und Geschäftsführer der Lebenshilfe München

Seit 10 Jahren prägt Peter Puhlmann  die Entwicklung der Lebenshilfe München.

Vor zehn Jahren gab es bei der Lebenshilfe München elf Wohneinrichtung des vollstationären Wohnens ohne Tagesstruktur. Die modernste und spezialisierteste WG war damals Putzbrunn 2. Alle Einrichtungen setzten damals bereits den Grundgedanken der Inklusion um. Eltern und Fachkräfte achteten bereits in den 70er- und 80er-Jahren darauf, dass die Häuser und Wohnungen in dem jeweiligen Stadtteil integriert waren und gestalteten besondere Wohnformen. Die 2022 verstorbene Ehrenvorsitzende, Gerlinde Engelmann, hatte daran einen großen Anteil und wurde für ihr Engagement mehrfach ausgezeichnet. Geschäfte, Ärzte und die Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel musste gegeben sein und die Bewohner waren und sind nahezu alle in den Lebenshilfe-Werkstätten berufstätig.

Bereits 2014 feierte die Lebenshilfe in der Hofbauernstraße das 35-jährige Bestehen der Wohneinrichtung.
https://lebenshilfeblog.de/2014/07/23/35-jahre-betreutes-wohnen-bei-der-lebenshilfe-muenchen/

Wohntraining: „Stationär“ und teilweise Selbständig

Mehr Selbständigkeit verlangt eine erweiterte Form des Betreuten Wohnens von Menschen mit geistiger Behinderung. Sie leben alleine bzw. Selbständig in einem Appartement, als zentrale Anlaufstelle aber steht im Gebäude eine Gemeinschaftswohnung zur Verfügung. Sie bietet eine große Küche, einen Wäscheraum (Waschmaschine) und einen großen Gemeinschaftsraum. Zu festen Zeiten ist ein Betreuer/in vor Ort und beim Kochen und Wäschewaschen wird geholfen. Diese Wohnform – „Stationär“ und teilweise Selbständig – ist die letzten Jahre weiter entwickelt worden und mit einem gezielten Training, etwa über das eigene Budget und den Wocheneinkauf, wird auf ein selbständiges Leben vorbereitet.

Das stationär-selbständige Wohnen wird von der Lebenshilfe ständig weiter entwickelt,
was in der Berliner Straße früh seinen Anfang nahm:

https://lebenshilfeblog.de/2016/03/08/menschen-mit-behinderung-auf-das-leben-vorbereiten/

Klassische Wohngemeinschaft (WG):

Neuland beschritt die Lebenshilfe München im Jahr 2016 mit der Gründung einer ersten klassischen Wohngemeinschaft (WG) in der die Klienten völlig selbständig leben. Auch hier gibt es eine große Gemeinschaftsküche und einen Gemeinschaftsraum und jeder Bewohner hat sein eigenes, abgeschlossenes Zimmer mit Naßzelle und Balkon oder kleiner Terrasse. Der „Draht hin zur Lebenshilfe“ wird über das ‚Ambulant Betreute Wohnen‘ (ABW) gehalten, so dass wenn nötig, kurzfristig eine ausgebildete Fachkraft vor Ort ist.

Ab 2016 seht die Lebenshilfe München eine neue Form des Wohnens um, das selbständige Wohnen in einer klassischen Wohngemeinschaft:
https://lebenshilfeblog.de/2017/02/02/ein-selbstbestimmtes-leben-fuehren/

Integrative Wohngemeinschaft (iWG):

Neuland war ebenso die Gründung einer Integrativen Wohngemeinschaft. Hier leben Studenten mit Menschen mit Beeinträchtigung zusammen und ‚im Hintergrund‘ ist der ABW jederzeit zu erreichen. Im Alltag aber regeln die Studenten und ihre Mitbewohner ihr Leben selbst. Diese Form des Zusammenlebens hat sich bestens bewährt und zwei Jahre nach Eröffnung der iWG in der Hermann-von-Sicherer-Straße etablierte die Lebenshilfe München in der Packenreiterstraße eine zweite Integrative Wohngemeinschaft. Dafür wurde das Haus mit der vormals stationären Einrichtung aufwändig umgebaut und saniert. „Es ist die derzeit beste Wohnform der Lebenshilfe-Einrichtungen. Es profitieren die Studenten ebenso wie die Bewohner und wir als Organisation und verantwortlicher Betreiber.“

Studenten und Menschen mit geistiger Behinderung ergänzen sich gut.
https://lebenshilfeblog.de/2018/09/19/lebenshilfe-gruendet-eine-ambulant-betreute-inklusive-wohngemeinschaft/

Wohnen im Sozialraum

Die jüngste von der Lebenshilfe München umgesetzte Wohnform ist das ‚Wohnen im Sozialraum‘. Es ist zwischen der ambulant betreuten WG und dem ambulant betreuten Einzelwohnen angesiedelt. Der oder die Betroffene leben für sich völlig selbständig in einer Einzelwohnung wie jeder von uns. Es gibt zwar noch die ‚Hotline‘ zum Ambulant Betreuten Wohnen, also hin zur Lebenshilfe, doch setzt man voraus, dass sich der Bewohner in ihrem Umfeld, im Sozialraum, zurecht finden. Sie pflegen selbständig Kontakte zu anderen Mietern, zum ‚Bäcker um die Ecke‘ und anderen Einrichtungen. Häufig geht diesem freien selbständigen Wohnen ein Training voraus, wie wir es etwa in der Berliner Straße seit Jahren umsetzen.

Auch die Stadt München setzt bei neuen Vorhaben verstärkt auf Inklusion und Teilhabe. Ein neues Wohnprojekt entstand in Neuwied.
https://lebenshilfeblog.de/2021/12/22/neue-wohnungen-der-lebenshilfe-munchen/

Lebenshilfe-Vorstand Peter Puhlmann
zu den aktuellen Herausforderungen des Wohnens

„Es ist uns zwar in den letzten zehn Jahren gelungen, eine Diversität der Bestandswohnformen zu erreichen, aber jeder unserer Wohnstandorte ist somit spezialisiert und nur bis zu einen bestimmten Grade fähig, sich auf individuelle Veränderungen von Bedürfnissen und Hilfegraden anzupassen. Wie sollen auch Gebäude aus den 1930’er oder 1960’er Jahren barrierefrei – gar Rollstuhlgereicht sein? Zum damaligen Zeitpunkt war dies noch keine bekannte Erforderlichkeit oder gar gesetzliche Vorgabe.

So gesehen bietet die Lebenshilfe München ein diverses Wohnen in ganz München an: vom betreuten Einzelwohnen, über Wohnen bei Familien, ambulant betreuten Wohngemeinschaften, inklusiven Wohngemeinschaften zusammen mit Studenten*innen, Trainingswohnstätten zum realen Üben, bis hin zu gemeinschaftlichem Wohnen mit gepoolten Betreuungs- / Hilfeleistungen in den unterschiedlichsten Ausprägungen. Die Spannweite reicht von erwachsen Menschen mit geistiger Behinderung mit geringer Fähigkeit zur Selbständigkeit hin zu Menschen mit Schwerstmehrfachbehinderungen [ehemals (voll-)stationäres Wohnen].

Nach wie vor fehlen geeignete Wohnplätze für Menschen mit geistiger Behinderung und hohem Pflegeaufwand wegen geriatrischen Diagnosen – dem hohen Lebensalter geschuldeten Einbußen sowie für altersunabhängige verhaltensbedingte Intensivbetreuungsplätze. Dies ist, neben dem Umgang mit dem allgemeinem Fachkräftemangel, die Herausforderung in der Metropolregion München alters- sowie behindertengerechten Wohnraum vorzuhalten.“

HPT der Lebenshilfe feierte mit Schule ein großes Sommerfest

Auch die Kinder und Jugendlichen wirkten bei der Gestaltung des Sommerfestes der Lebenshilfe München in Unterhaching mit.

Groß war die Freude bei den Kindern und Jugendlichen sowie den Eltern und BetreuerInnen jetzt, nach drei Jahren, wieder ein großes Sommerfest zu feiern. Diesmal gemeinsam über drei Einrichtungen hinweg, nämlich mit: SVE (Schulvorbereitende Einrichtung), HPT-G (Heilpädagogische Tagesstätte) und die FZGE-Schule selbst, dem Förderzentrum mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung.

„Neben den Lehrkräften und BertreuerInnen aus den Einrichtungen begrüßten wir 200 Eltern, Kinder und Jugendliche und alle freuten wir uns über ein zwangloses Miteinander und unkomplizierten Austausch. Es war eine besondere Stimmung endlich wieder gemeinsam zu Feiern, zu Essen und Spaß zu haben.

Foto: Die Aufsichtsratsvorsitzende der Lebenshilfe München, Andrea Siemen (l.) mit Vorstand und Geschäftsführer René Pfeifer (r.); Esther Wagner, Bereichsleitung Kinder und Jugend; FZGE-Schulleiterin Ricarda Friderichs; Monika Haase, Leitung SVE mit HPT-G und Sabine Griebel, Leitung HPT-G

Wir vermissten dieses Lebensgefühl lange,“ betonte Sabine Griebel, Einrichtungsleiterin der HPT-G der Lebenshilfe München in Unterhaching. Für die Teams bedeutet die Vor- und Nacharbeit zwar viel Arbeit, „doch wir waren alle glücklich, wenn auch etwas müde“, gesteht sie. Für die Sommerferien sind wieder gemeinsame Ausflüge geplant und die Spielburg wird der HPT der Lebenshilfe in Unterhaching wieder zur Verfügung stehen.

Foto: Geschäftsführer und Lebenshilfevorstand Peter Puhlmann im Gespräch mit einer Mutter.

Für Musik, gute Laune sowie essen und trinken war auf dem Sommerfest der HPT der Lebenshilfe München in Unterhaching gesorgt

Die Lebenshilfe besucht den Bayerischen Landtag

Vorstand, Aufsichtsrat und Bereichsleiter der Lebenshilfe München besuchten auf Einladung von MDL Claudia Köhler (Grüne) den Bayerischen Landtag und nahmen an einer Plenarsitzung teil. Im Blickpunkt stand der Bereich #BayernGemeinsamStark bei Familie, Arbeit und Soziales. Eine Thematik, von der die Lebenshilfe München unmittelbar betroffen ist, denn letztlich gehe es „um die Sicherung der Zukunft des Sozialstaates und dabei sind wir auf einen guten Weg“, hielt die Bayerische Staatsministerin, Ulrike Scharf, in ihrer Regierungserklärung fest. „Dies“, so die Ministerin, „belegt eindrücklich und auf wissenschaftlicher Basis der fünfte Bericht der Bayerischen Staatsregierung zur sozialen Lage in Bayern.“

Aufsichtsrat, Vorstand, Bereichsleitung und weitere Mitarbeiter*innen der Lebenshilfe München gemeinsam mit MDL Claudia Köhler (Grüne) und MDL Dr. Markus Büchler im Bayerischen Landtag.

Dies sieht die Opposition im Landtag etwas anders, denn es gäbe nach wie vor große Defizitte. So verwieß MDL Claudia Köhler bei der Aussprache mit der Delegation der Lebenshilfe München darauf, dass Bayern noch weit davon entfernt sei, an allen Bahnhöfen einen barrierefreien Zugang zu bieten. Genau dies aber habe der damalige Ministerpräsident Horst Seehofer vor zehn Jahren versprochen.

Harry Zipf, Leiter der OBA räumt ein, dass in diesem Bereich mithilfe von Rampen zwar viel geschehen sei, doch dies könne erst der Anfang sein und funktionierende Aufzüge gäbe es auch heute noch nicht überall, eine Mindestvoraussetzung. Als weiteren Kritikpunkt nannte er die Kommunikation der Behörden. „Hier fehlt vielfach die Leichte Sprache, um die Sachverhalte auch Menschen mit Einschränkungen verdeutlichen zu können. Mit ‚Behördendeutsch‘ geht das nicht.“

Vorstand und Geschäftsführer der Lebenshilfe München, Peter Puhlmann, bekräftigt die Notwendigkeit der Politik gegenüber, immer wieder die besonderen Bedarfe von Menschen mit Beeinträchtigung deutlich zu machen und freut sich über gute Kontakte wie etwa zu MDL Claudia Köhler. „Es ist die Aufgabe der Lebenshilfe München, Menschen mit einer geistigen Behinderung eine Stimme zu geben, sie in der Selbstvertretung zu stärken und zu stützen aber sie auch als Lebenshilfe-Organisation in politischen und praktischen Dingen zu unterstützen und hörbar zu machen.“

Olympiapark: Festival Spiel – Sport – Kunst

Olympiapark: Festival des Spiels, des Sports und der Kunst

Vor 50 Jahren feierte München die Spiele der XX. Olympiade. Sie bewegen die Menschen noch heute und so gibt es das ganze Jahr über ein Jubiläumsprogramm zu 50 Jahre Olympia. Zum Auftakt ging es am ersten Juli getreu dem Festivaltitel spielerisch, sportlich und künstlerisch los: Die Eröffnungsfeier in der Olympiahalle mit Oberbürgermeister Dieter Reiter, IOC-Präsident Thomas Bach und DOSB-Präsident Thomas Weikert kam ganz im Sinne der heiteren Spiele ohne steife Zeremonie aus, erinnert dennoch mit einer Schweigeminute und einem Lied an die Opfer des Olympia-Attentats.

Beste Laune und Stimmung bei der Lebenshilfe München, die bei der großen Parade dabei war.

Am Wochenende folgte dann eine große Parade in Anlehnung des „Einmarsch der Nationen“ mit vielen Menschen aus unterschiedlichen Kulturen, Gruppen und Vereinen aus München und der Region vom Kunstareal zum Olympiapark, unter ihnen auch die Lebenshilfe München mit einer Gruppe. Bei besten Sommerwetter erwartete die Teilnehmer noch ein Bühnenprogramm am Olympiasee. Die Parade war Teil des „Festivals des Spiels, des Sports und der Kunst“ vom 1. bis 9. Juli im Olympiapark. Bis 24 Juli gibt es in verschiedenen Stadtteilen noch Beiträge zu 50 Jahre Olympiade in München und bis 11. September ist in der Rathausgalerie die Ausstellung „Visionen und Wirklichkeit. Kunst für die Olympischen Spiele in München 1972“ zu sehen.

Mit viel Geselligkeit, Kultur und Musik ging es auf das Olympiagelände in München. Auch die Lebenshilfe München beteiligte sich an der Aktion.

Neue Küche im Wohntraining-Kiem-Pauli-Weg

Früh schon hat die Lebenshilfe München die Weichen gestellt, um Menschen mit Behinderung ein weitgehend selbstbestimmtes Wohnen zu ermöglichen. Das Konzept wurde über Jahre hinweg weiter entwickelt. Heute werden im Wohntraining erwachsene Menschen mit geistiger Beeinträchtigung in allen grundlegenden Lebenslagen trainiert und begleitet. Ziel ist eine ambulant betreute Wohnform, um ein möglichst selbstbestimmtes Leben führen zu können. Die auf einzelne Appartements (Einzel- und Zweierappartements) verteilten BewohnerInnen haben eine zentrale Anlaufstelle in dem Wohnkomplex mit Küche, Esszimmer, Aufenthaltsraum und Waschmaschine. Sie ist nicht nur ein Ort der Begegnung, sondern auch des Lernens.

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Ein Jobportal hilft Fachkräfte zu finden

Mit ‚jobs.lebenshilfen-oberbayern.de‚ offene Stellen bewerben

Der Mangel an Fachkräften bleibt eine der großen Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt. Besonders betroffen sind die Gastronomie und die Pflegebranche, zu der auch die Lebenshilfe zählt. Für das Betreuen und Fördern von Menschen mit Behinderung braucht es gut ausgebildete Fachkräfte und sie werden dringend gesucht. Zehn Lebenshilfen in Oberbayern haben sich 2021 für die Gründung eines eigenen Jobportals zusammengetan, obwohl sie in den einzelnen Städten und Landkreisen eigentlich als eigenständige Gesellschaften (GmbHs) organisiert sind. Mit einer gemeinsamen Jobbörse für offene Stellen, Fortbildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten soll eine größere Öffentlichkeit erreicht werden. Einer der treibenden Kräfte und Ideengeber ist und war Peter Puhlmann, Vorstand und Geschäftsführer der Lebenshilfe München. Er bekräftigt: „Ob nun jemand in München, im Umland oder in der erweiterten Region einen Arbeitsplatz in einer Lebenshilfe-Einrichtung sucht, er findet hier alles zentral.“ Weiterlesen

Wohnen: Angehörigenbeirat neu gewählt

Vor 60 Jahren machten sich Eltern auf, ihren Kindern mit Behinderungen eine bessere Zukunft und ein besseres Leben zu ermöglichen. Eltern organisierten sich selbst und setzten sich engagiert für die Interessen und Rechte ihrer Kinder ein. Noch immer spielt die Zusammenarbeit mit den Angehörigen eine wesentliche Rolle für den Verein ‚Lebenshilfe München e.V. Stadt und Landkreis‘.
Für den Bereich Wohnen existiert seit dem Jahr 2008 ein Angehörigenbeirat, dieser wurde Ende April neu gewählt. Eine Neuwahl war durch die neue Satzung des Vereins nötig geworden. Der neu gewählte Angehörigenbeirat traf sich nun zu seiner konstituierenden Sitzung. Im Rahmen dieser wurde Heinz Dennhoven zum Vorsitzenden und Peter Fiedler zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Ebenso engagieren sich Helgart Richter, Claudia Weinel und Dr. Joerg Rothermel für die Anliegen der Bewohner*innen.

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Teilhabe am öffentlichen Leben ermöglichen

– Neue Webseite informiert über Barrierefreiheit –

Die Inklusion von Menschen mit Behinderung, ihre Teilhabe am gesellschaftlichen und öffentlichen Leben, ist ein Prozess über viele Jahre hinweg. In München etwa beschloss die Stadt vor zehn Jahren, in enger Zusammenarbeit mit Betroffenen, Organisationen und Vereinen, ein ganzes Maßnahmenpaket zur Verbesserung der Rahmenbedingungen, weitete es 2019 aus und will bis zum Jahr 2025 einen nächsten Aktionsplan für Menschen mit Behinderung erarbeiten. Die Stadt München hat sich dafür den Slogen „München wir inklusiv“ ins Stammbuch geschrieben. Es ist ein Prozess über Jahrzehnte hinweg und aktuell arbeitet die Landeshauptstadt an 30 Projekten, 50 wurden bereits erfolgreich umgesetzt.

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Altenpflege und Menschen mit Behinderung

Altenpflege ist die Betreuung und Pflege von alten Menschen, die in der Hauskrankenplfege und in der Ambulanten Pflege ein stetig weiter wachsende Berufsumfeld findet. Es ist das Ziel der Pflege, die geistigen, körperlichen und sozialen Fähigkeiten im Alter weitgehend zu erhalten und bei jüngeren Menschen diese auszubauen und zu fördern.

Das Leitungsteam der Lebenshilfe München und die vor der Abschlussprüfung stehenden Fachkräfte der Altenpflege zum Besuch in der Wohneinrichtung am Willinger Weg.
Das Leitungsteam der Lebenshilfe München und die vor der Abschlussprüfung stehenden Fachkräfte der Altenpflege zum Besuch in der Wohneinrichtung am Willinger Weg.

Die Überschneidung der Ausbildungsinhalte im Bereich der Alten- und Krankenpflege hat vor zwei Jahren zur Zusammenlegung der Berufsbilder zur Pflegefachfrau beziehungsweise Pflegefachmann geführt. Auch im Bereich der Betreuung von Menschen mit Behinderung sind vor dem Hintergrund einer immer älter werdenden Bewohnerschaft die Ausbildungsinhalte der Altenpflege wichtige fachliche Ergänzungen in unseren interdisziplinären Teams.

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Gemeinsam einen langen Weg der kleinen Schritte gehen

– Im Gespräch mit Sabrina Kupka –

Sabrina Kupka (30) schließt akutell ihr sozialwissenschaftlichen Masterstudium ab. Seit über einem Jahr unterstützt sie den Pädagogischen Fachdienst der Lebenshilfe und hier vor allem die Wohneinrichtungen in der St.-Quirin-Straße und am Willinger Weg sowie das Belegungsmanagement. (Siehe Bericht/ Link). Wir haben bei ihr nachgefragt, was in diesem Jahr bewegt wurde und wo sie Fortschritte sieht.

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Abschied von Gerlinde Engelmann

Abschied von Gerlinde Engelmann, Ehrenvorsitzende der Lebenshilfe München

Gerlinde Engelmann, geb. Klee, wurde am 8. Mai 1936 in Doberseik (heute: Dobřečov), heutiges Tschechien, geboren. Die Fremdsprachenkorrespondentin engagierte sich ab 1967 bei der Lebenshilfe München zunächst als Mitglied und ab 1976 im Vorstand, dessen Vorsitzende sie von 1983 bis 1996 war. Bereits 1972 hatte sie die damals so genannte Elternberatung gegründet (heute Angehörigenberatung), in der sie auch noch lange Jahre nach dem Ausscheiden aus ihren übrigen Ämtern ehrenamtlich tätig war. Die Elternberatung sah sie als die ureigene Aufgabe der Lebenshilfe, einem Selbsthilfeverein. Ihr Anspruch war: „Man muss sich auskennen, um zu helfen.“

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Geschwistertage bei den Alpakas

Die beiden ersten Geschwistertage dieses Jahr, führten das Geschwisterprojekt gleich beide an den Ammersee zu einer gemeinsamen Alpakawanderung.

Gegenseitiges Vertrauen schaffen.
Gegenseitiges Vertrauen schaffen.

Als friedliche Haus- und Begleittiere, werden diese ursprünglich aus den südamerikanischen Anden stammenden, domestizierten Kamele, häufig bei tiergestützten Therapien eingesetzt. Der Umgang mit Alpakas „unterstützt bei der Überwindung von Ängsten, hilft Verantwortung aufzubauen, ermutigt die Kontaktaufnahme und stärkt das Selbstwertgefühl,“ sind sich Therapeuten einig.

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Ambulante Pflege ist sehr gefragt es fehlen aber Fachkräfte

Christine-Wiesenthal-Moser

Die Nachfrage nach ambulanter Pflege ist durch die Corona-Pandemie gestiegen, bemerkt Christine Wiesenthal-Moser, Leiterin des ‚Ambulanten Pflegedienstes‘ der Lebenshilfe München. Sie war lange vor der Pandemie bereits Leiterin einer Wohneinrichtung des Elternvereins und führte bis 2019 den Ambulanten Pflegedienst (APD). Nach zweimaliger Babypause, ihre Kinder sind heute zwei und fünf Jahre alt, kehrte sie im Herbst 2021 erneut in ihren Beruf als Leiterin des APD der Lebenshilfe zurück. Sie hat also einen direkten Vergleich der Situation vor und während der Pandemie „und sie ist nicht besser geworden“, bedauert sie. Der Mangel an Fachkräften habe zugenommen und die Nachfrage sei weiter gestiegen. Ohne Probleme könnten bei der Lebenshilfe München innerhalb eines halben Jahres vier Pflegekräfte beschäftigt werden, doch trotz intensiver Bemühungen auf dem Arbeitsmarkt bleiben selbst Bewerbungen aus.

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