Resolution zum Fachkräftemangel

Landesversammlung der Lebenshilfe Bayern in Landshut

Die Lebenshilfe Bayern will auch weiterhin attraktive Arbeitsbedingungen in ihren Einrichtungen und Diensten der Eingliederungshilfe ermöglichen. Dafür müssen von Politik und Behörden gute Rahmenbedingungen geschaffen werden. Das fordert die Lebenshilfe Bayern in einer Resolution zum Fachkräftemangel auf ihrer Mitgliederversammlung vom 13. November 2022. Nur so könne ein gutes soziales Miteinander, Inklusion und Teilhabe aller verwirklicht werden, betonen die stellvertretenden Landesvorsitzenden Gerhard John und Hildegard Metzger jetzt auf der Mitgliederversammlung der Lebenshilfe Bayern in Landshut.

Resolution zum Fachkräfte-Mangel

In vielen Einrichtungen der Lebenshilfe in Bayern fehlt es bereits an Personal – wie im gesamten Sozial- und Gesundheitswesen. Dieser Fachkräfte- und Personalmangel wirke sich immer öfters auf Unterstützungsangebote für Menschen mit Behinderungen und deren Familien aus, erläutern die stellvertretenden Landesvorsitzenden. Deshalb müssten endlich zukunftsfähige Perspektiven entwickelt und nachhaltige Lösungen gefunden werden – für die Eltern und Angehörigen, für das Personal und die Einrichtungen und vor allem für die Menschen mit Behinderungen selbst, so John und Metzger weiter.

Die Lebenshilfe Bayern fordert in ihrer Resolution zum Fachkräftemangel neben guten wirtschaftlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen unter anderem eine gut bezahlte Ausbildung in angemessener Dauer, gezielte Anreize für freiwilliges Engagement insbesondere auch von jungen Menschen, attraktive und finanziell unterstützte Weiterbildung und Qualifizierung von Mitarbeitenden und Quereinsteigenden. Auch brauche es weniger Bürokratie für mehr Teilhabe. Ebenso dürfe der Fachkräftemangel nicht dazu führen, dass die fachlichen Standards abgesenkt werden.

Die Resolution
„Dem Fachkräftemangel begegnen – nachhaltige Lösungen JETZT finden und umsetzen“
wurde gemeinsam mit den Delegierten der Lebenshilfe Bayern erarbeitet
und auf der Mitgliederversammlung am 13. November verabschiedet.

Zusammenarbeit mit Bezirken

Um Menschen mit Behinderungen und ihre Familien bestmöglich zu unterstützen, arbeiten die Lebenshilfen in Bayern eng mit den Bezirken zusammen. Sie sind die Leistungsträger der Eingliederungshilfe. Wie diese Zusammenarbeit auch künftig im Interesse aller partnerschaftlich und vertrauensvoll gestaltet werden kann, darüber diskutierten die Delegierten auf der Jahrestagung engagiert mit dem Präsidenten des bayerischen Bezirketags und Bezirkstagspräsident von der Oberpfalz, Franz Löffler.

Auch bei der Lebenshilfe München stehen einige Veränderungen und große Projekte an.
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Lebenshilfe Bayern fordert bessere Versorgung im Krankenhaus

Die Vorsitzende, Landtagspräsidentin a. D. Barbara Stamm (Mitte), erhält die Goldene Ehrennadel der Lebenshilfe Bayern samt Urkunde von den stellvertretenden Vorsitzenden Hildegard Metzger und Gerhard John (Foto: Lebenshilfe Bayern / Anita Sajer)

– Aus der Jahrestagung und Mitglieder-Versammlung –

Menschen mit Behinderungen müssen in Krankenhäusern besser versorgt werden. Das fordert die Lebenshilfe Bayern auf ihrer Mitglieder-Versammlung 2019. Dies sei auch ein dringendes Anliegen von Eltern und Angehörigen, betonte die Vorsitzende der Lebenshilfe Bayern, Landtagspräsidentin a. D. Barbara Stamm, in ihrer Rede vor 100 Delegierten am 24. November 2019 im Kloster Seeon. Weiterlesen

Wochenend-Seminar für Papas

Lebenshilfe Bayern unterstützt Väter von Kindern mit Behinderungen

Familien mit behinderten oder chronisch kranken Kindern stehen alltäglich vor besonderen Herausforderungen. Mütter werden mit unterstützenden Angeboten oft gut erreicht, Väter eher nicht. Auch gibt es kaum etwas extra für sie. „Das ist mal was Neues, würd´ ich sagen …“ heißt denn auch das Wochenend-Seminar nur für Väter, das die Lebenshilfe Bayern in diesem Jahr erstmals anbietet.  Weiterlesen

Ministerin Emilia Müller: Lebenshilfe München ist innovativ

Aus der Jahrestagung der Lebenshilfe Bayern
„Eingliederungshilfe aus der Sozialhilfe lösen“

Bei der Jahrestagung der Lebenshilfe Bayern setzte man sich einmal mehr für eine Reform der Eingliederungshilfe ein, die verschiedene Leistungen des Sozialamts umfasst. Entscheidend sei nun, forderte die Vorsitzende der Lebenshilfe Bayern, Landtagspräsidentin Barbara Stamm, „die Eingliederungshilfe aus der Sozialhilfe zu lösen und in einem modernen Bundesteilhabegesetz zu regeln. Es darf in keinem Fall ein Einspargesetz werden.“

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Sozialministerin Emilia Müller (Mitte) mit der Landesvorsitzenden Barbara Stamm und Landesgeschäftsführer Dr. Jürgen Auer auf der Jahrestagung in Nürnberg. .Foto: Lebenshilfe Bayern / Anita Sajer

Auch Sozialministerin Emilia Müller bekräftigte zur Jahrestagung der Lebenshilfe Bayern: „Wir wollen Menschen mit Behinderung aus dem bisherigen ‚Fürsorgesystem‘ der Sozialhilfe herausführen. Darin stimmen wir völlig mit den Zielen der Lebenshilfe Bayern überein.“  Weiterlesen