Ausbildung zum Heilerziehungspfleger

Vom hohen Anspruch des Berufes – Schülertag bei der Lebenshilfe München

Heilerziehungspfleger*innen sind nach Wikipedia „Fachkräfte für Teilhabe, Bildung und Pflege“. Im erweiterten Sinne ist das Berufsbild eine Menschenrechts-Profession, denn Menschen werden bei der Umsetzung ihrer gesellschaftlichen und rechtlichen Ansprüche unterstützt und gefördert. Das ist für viele junge Personen der eigentliche Antrieb für eine Ausbildung in diesem Beruf. Menschen helfen, sie zu fördern und pflegend zu unterstützten, impliziert einen ganzheitlichen Ansatz.

Kommunikation für den Berufsabschluss

Zum Start in das letzte Ausbildungsjahr gab es eine kleine Schultüte mit ‚Nervennahrung‘. Auf dem Foto die angehenden Heilerziehungspfleger*innen sowie Lisa Hasenberger (l.) und Antje Hiltscher (r.) von der Lebenshilfe München.

Acht angehende Heilerziehungspfleger*innen beginnen bei der Lebenshilfe München jetzt ihr drittes und letztes Ausbildungsjahr. Traditionell steht am Anfang des neuen Berufsjahres ein Schülertag in der Geschäftsstelle in München-Giesing (St. Quirin-Str.). Die Leiter der Wohnen-GmbH und der Wohneinrichtungen treffen sich zu einem gemeinsamen Austausch, um über Erreichtes zu sprechen, das neue Ausbildungsjahr zu erörtern und sich über konkrete Situationen und Anliegen abzustimmen.

Als Zweitkraft in der Ausbildung

Die Schüler*innen besuchen die Fachschulen für Heilerziehungspflege der Akademien Schönbrunn, Wolfratshausen und Augsburg an zwei Tagen in der Woche und arbeiten innerhalb der ‚Lebenshilfe Wohnen GmbH‘ als Zweitkraft wöchentlich 20 Stunden mit ordentlichem Arbeitsvertrag und Gehalt. Schwerpunkt des letzten Ausbildungsjahres ist die Facharbeit. Die muss einen direkten Bezug zur praktischen Arbeit herstellen, und in Gesprächen mit ihren Mentor*innen werden die Themen abgestimmt und vertieft.

Facharbeit für Heilerziehungspfleger*innen

Bevor sich nun die Aspirant*innen an ihre Facharbeit für ihren Berufsabschluss als Heilerziehungspfleger*innen machen, muss ihre Facharbeit von den Bildungszentren, etwa der ‚Akademie Schönbrunn‘, genehmigt werden. Nach erfolgtem Abschluss im Sommer 2023 sind sie begehrte Fachkräfte, „die wir gerne weiterbeschäftigen möchten“, bekräftigt das Leitungsteam der Lebenshilfe München Wohnen GmbH mit René Pfeifer (Geschäftsführer und Vorstand), Einrichtungsleiter*innen Antje Hiltscher und Klaus Huber, sowie Lisa Hasenberger, Ausbildungskoordinatorin und Leiterin des Wohntrainings bei der Lebenshilfe München bei dem Schülertag in der Lebenshilfe-Geschäftsstelle unisono.

Lesen Sie dazu auch unseren Blogartikel „Die Ausbildung steht im Focus“. Ein Auszug:

Von der Theorie zur Praxis

Einrichtungsleiter Klaus Huber kennt die besonderen Herausforderungen, die der Beruf eines Heilerziehungspflegers mit sich bring. Foto: Gerd Spranger
Klaus Huber kennt die Herausforderungen, die der Beruf eines Heilerziehungs-Pflegers mit sich bringt. Foto: Gerd Spranger

Lisa Hasenberger, Ausbildungskoordinatorin und Leiterin des Wohntrainings bei der Lebenshilfe München und Klaus Huber, Einrichtungsleiter der Wohneinrichtung am Willinger Weg und in Unterschleißheim, begrüßten im Vortragssaal der Geschäftsstelle sieben Schülerinnen und Schüler in unterschiedlichen Ausbildungsjahren und verschiedenen Wohngruppen.

Insgesamt haben sich in diesem Jahr zwölf SchülerInnen für die Ausbildung bei der Lebenshilfe Wohnen GmbH entschieden. Es gab in diesem Jahr mehr BewerberInnen als freie Stellen. Die SchülerInnen werden, anders als bei vielen Trägern üblich, mit einem Arbeitsvertrag als Zweitkraft angestellt. Sie arbeiten im Durchschnitt etwa 20 Wochenstunden in den Wohngruppen und verbringen etwa eben so viel Zeit in der Schule. Im Gruppenalltag werden sie von erfahrenen Fachkräften, von so genannten MentorInnen begleitet und angeleitet.

Der Link zum Artikel:

Mit verbesserter Ausbildung hin zu mehr Erfolg

Zu einem zweiten Schülerinnentag trafen sich jetzt Auszubildende, Einrichtungsleiter und Mentoren der Lebenshilfe München. Bereichsleiter der Wohnen GmbH, René Pfeifer, sprach schon beim ersten Treffen von der Bereitschaft zum Dialog. „Auszubildende müssen den Mut und das Selbstbewusstsein haben, Sachverhalte aktiv anzusprechen, etwa wenn sie aus der Schule einen anderen, unter Umständen moderneren Wissensstand mitbringen.“

Eine entspannte Runde und konspirative Gespräche fördern das Teambuilding bei der Lebenshilfe München. Bereichsleiter, Einrichtungsleiter, Mentoren und Auszubildende im Gespräch. Text & Foto: Gerd Spranger

„Ich arbeite gerne mit Menschen und freue mich, wenn ich die kleinen Fortschritte erlebe, die man immer wieder sehen kann,“ bekennt Candy. So wie ihr geht es vielen Menschen, die in Betreuungsberufen tätig sind. Candy aber arbeitet nicht in der Kranken- oder Altenpflege, sondern erlernt den Beruf der Heilerziehungspflegerin bei der Lebenshilfe München. Die meisten Bewohner bei der Lebenshilfe München sind Menschen mit geistiger Behinderung, und fast alle nehmen in den Werkstätten für behinderte Menschen am Arbeitsleben teil.  Weiterlesen