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MdB Florian Hahn und sein Engagement für die Lebenshilfe

Florian Hahn ist gebürtiger Münchner (1974) und begann sein politisches Engagement während seines Wehrdienstes 1996 als Gemeinderat. Seit 2009 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages und seit Februar 2022 erster internationaler Sekretär der CSU. Im Bundestag ist er verteidigungspolitscher Sprecher der CDU/CSU-Fraktion.
MdB Florian Hahn

MdB Florian Hahn ist Familienvater von zwei Kindern. Er engagiert sich über seine politischen Mandate hinaus seit Jahren ehrenamtlich im sozialen Bereich. Seit 2015 ist er Vorstand der Stiftung Lebenshilfe München. Die Redaktion hat bei MdB Florian Hahn wegen seines Engagements für die Lebenshilfe München nachgefragt:

FOTO: Florian Hahn ist gebürtiger Münchner (1974) und begann sein politisches Engagement während seines Wehrdienstes 1996 als Gemeinderat. Seit 2009 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages und seit Februar 2022 erster internationaler Sekretär der CSU. Im Bundestag ist er verteidigungspolitscher Sprecher der CDU/CSU-Fraktion.

Redaktion: „Sie kennen die Lebenshilfe München bereits gut aus ihrer Zeit als Gemeinderat von Putzbrunn und Kreisrat des Landkreises München. Vor sieben Jahren haben Sie sich für ein Engagement entschieden. Was hat Sie zu diesem Schritt bewogen?

MDB Florian Hahn: Mich hatte seinerzeit die damalige Vorsitzende der Lebenshilfe München, Altlandrätin Johanna Rumschöttel, angesprochen. Ich kannte Sie schon viele Jahre durch unser kommunalpolitisches Engagement und fand ihren Einsatz immer sehr bewundernswert. Neben der Tatsache, dass die Lebenshilfe für Putzbrunn eine ganz besondere Rolle spielt, habe ich selbst eine Cousine mit Beeinträchtigung und kenne die Thematik auch aus familiärer Sicht. Insofern habe ich mich auch emotional zu dem Engagement hingezogen gefühlt und mache es nach wie vor sehr gerne!

Redaktion: Die letzten Jahre hatten wir – von gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen durch die Corona-Pandemie abgesehen – stabile wirtschaftliche Verhältnisse im Land. Und dennoch war und ist es immer nötig, sich für die Rechte von Menschen mit Behinderung und die Menschenrechte im Allgemeinen einzusetzen, auch in einer reichen Region wie München.

MDB Florian Hahn: Genau so ist es und umso wichtiger ist es auch, darauf unentwegt aufmerksam zu machen. Ich nutze dazu die mir zur Verfügung stehenden Gremien und Netzwerke. Denn hierfür bin ich aus voller Überzeugung und gerne Sprachrohr. Hier treffe ich viele andere Mitstreiter, die das Thema immer wieder in den Fokus rücken, so z.B. unser Landrat Christoph Göbel, der gleichfalls in der Stiftung Lebenshilfe engagiert ist.

Redaktion: Wir spüren bei der Energieversorgung, den Benzinpreisen und den Kosten für Lebensmittel bereits heute die Preissteigerungen. Das trifft uns alle, doch stark auch die Lebenshilfe München mit ihren über 20 Einrichtungen in Stadt und Landkreis München. Sie wird in Zeiten wie diesen noch mehr Unterstützung brauchen.

MdB Florian Hahn: Absolut! Steigende Energie- und Lebensmittelkosten müssen gerade für unsere Schwächsten in der Gesellschaft abgefedert werden. Das gilt für Menschen mit Behinderung ebenso wie bspw. für Alleinerziehende oder Rentnerinnen und Rentner. Ich will nicht parteipolitisch werden, aber hier muss die Ampel-Regierung schnell liefern und zwar mit überzeugenden Antworten.

Redaktion: Das größte anstehende Projekt der Lebenshilfe München ist ein großer Neubau in Putzbrunn, der sich an die beiden bestehenden Einrichtungen angliedern soll. Die Genehmigungsphase sei so gut wie abgeschlossen, informierte Vorstand und Geschäftsführer Peter Puhlmann kürzlich. Die Preise aber könnten bei immer höheren Auflagen und stark ansteigenden Preisen für Rohstoffe und Handwerksleistungen ‚durch die Decke gehen‘ und das Projekt gefährden. Vor diesen Herausforderungen stehen andere Vereine und Kommunen ebenso. Sind wir einer Fehlentwicklung aufgesessen, gibt es Wege daraus?

MdB Florian Hahn und Lebenshilfe-Vorstand Peter Puhlmann besuchen die Wohneinrichtung in Putzbrunn.

MdB Florian Hahn: Hinterher ist man immer schlauer. Sie skizzieren eine Entwicklung, die uns alle – seit Jahren übrigens – trifft: Privatpersonen, die öffentliche Hand wie auch die Wirtschaft. Jetzt natürlich nochmals verschärft. Ich bin sicher, dass Vorstand und Geschäftsführung der Lebenshilfe hier alles transparent bewerten. Als Vorsitzender der Stiftung habe ich den Neubau immer unterstützt und auch für Spenden geworben. Aus meiner Sicht ist die Erweiterung mit Blick auf den Bedarf auch zwingend geboten. Insofern hoffe ich sehr auf eine Realisierung.

Redaktion: Wie alt sind ihre Kinder? Was geben Sie ihnen als besondere Botschaft für die Zukunft mit auf den Weg?

MdB Florian Hahn: Meine Kinder sind mittlerweile 13 und 15 Jahre alt. Sie nehmen also ihre Umwelt und auch gesellschaftspolitische Themen voll bewusst wahr. Meine Botschaft: Geht offen auf eure Umwelt zu und nehmt Menschen so wie sie sind – frei von Vorurteilen. Ausgrenzung in jeder Form ist immer der falsche Weg!

Interview: Gerd Spranger

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