Ein Jobportal hilft Fachkräfte zu finden

Mit ‚jobs.lebenshilfen-oberbayern.de‚ offene Stellen bewerben

Der Mangel an Fachkräften bleibt eine der großen Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt. Besonders betroffen sind die Gastronomie und die Pflegebranche, zu der auch die Lebenshilfe zählt. Für das Betreuen und Fördern von Menschen mit Behinderung braucht es gut ausgebildete Fachkräfte und sie werden dringend gesucht. Zehn Lebenshilfen in Oberbayern haben sich 2021 für die Gründung eines eigenen Jobportals zusammengetan, obwohl sie in den einzelnen Städten und Landkreisen eigentlich als eigenständige Gesellschaften (GmbHs) organisiert sind. Mit einer gemeinsamen Jobbörse für offene Stellen, Fortbildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten soll eine größere Öffentlichkeit erreicht werden. Einer der treibenden Kräfte und Ideengeber ist und war Peter Puhlmann, Vorstand und Geschäftsführer der Lebenshilfe München. Er bekräftigt: „Ob nun jemand in München, im Umland oder in der erweiterten Region einen Arbeitsplatz in einer Lebenshilfe-Einrichtung sucht, er findet hier alles zentral.“

Erstellt hat das Jobportal die in Salzburg ansässige Agentur ‚typo-wimmer‚. Agentur-Geschäftsführer und Projektleiter Martin Seer sieht viele Ursachen der aktuell verschärften Situation auf dem Arbeitsmarkt und beobachtet bei den Firmen seit Jahren einen Perspektivenwechsel.

Employer Branding im Focus

„Stand früher bei der Markenbildung die Bewerbung der Produkte und Leistungen im Vordergrund, so rückt heute die Unternehmensdarstellung für potenzielle Mitarbeiter, das so genannte Employer Branding, immer mehr in den Focus.“ Gemeint ist damit die Positionierung des Unternehmens als attraktiver Arbeitgeber, was sowohl in der Gewinnung neuer Fachkräfte, als auch in der Bindung von Bestandsmitarbeitern eine immer wichtigere Rolle spielt.

Ein zweiter wichtiger Aspekt für die Entwicklung eines eigenen Jobportals ist die Datensicherheit. „Bewerbungen müssen vertraulich behandelt werden und dürfen nicht einfach weitergeleitet werden, etwa an eine andere Einrichtung, die ebenfalls auf der Suche nach Fachkräften ist. Wir haben dafür ein eigenes Tool entwickelt, um hier Sorgfalt und Sicherheit zu gewährleisten. Es geht um die Datenschutz-Grundverordnung. Sie schützt nicht nur das Unternehmen, sondern auch den einzelnen Bewerber“, erklärt der Salzburger Unternehmer mit Blick auf die Jobbörse der Lebenshilfe.

Lebenshilfe-Jobbörse: Übersichtlich und gut zu bedienen

Menschen bei der Lebenshilfe München

Für Peter Puhlmann und die beteiligten Lebenshilfe-Partner steht die leichte Bedienbarkeit des Jobportal Lebenshilfe Oberbayern im Vordergrund und eine einheitliche Darstellung nach außen. Zudem informieren kurze, in die Seiten eingebundene Textblöcke über die Arbeit und wesentlichen Aufgaben der Lebenshilfe allgemein. Eine zentrale Botschaft lautet: „Mache einen Job mit Sinn“, was in der direkten Hilfe und Förderung von Menschen mit Beeinträchtigung geleistet wird.

Im ‚Backend‘, also in der Verwaltung und Datenverarbeitung ‚im internen Bereich‘, „ermöglichen einfache Funktionen die unkomplizierte Schaltung von Anzeigen bis hin zu der automatischen Erstellung eines PDF für den Ausdruck oder als Anzeigenvorlage für den Printbereich“, informiert Martin Seer. „Darüber hinaus sind hier die jeweiligen Zugriffsrechte geregelt, so dass jede Lebenshilfeorganisation nur speziell auf die an sie gerichtete Bewerbung zugreifen kann.“

Mit dem Lebenshilfe Jobportal besser bewertet

Die Seite ‚jobs.lebenshilfen-oberbayern.de‘ ist jetzt im zweiten Jahr online und für Peter Puhlmann bereits ein großer Erfolg. „Wir sind jetzt auch über die großen Portale Indeed oder Jobrapido zu finden, allein das ist eine Aufwertung. Sonst waren häufig die zentral organisierten Einrichtungen wie Caritas oder die Diakonie vor uns gelistet.“

Martin Seer belegt es mit aktuellen Zahlen: Im ersten Jahr wurden im Portal über 15.000 Besucher gezählt, die sich im Schnitt auf 4 Seiten informierten. Auf die 250 ausgeschriebenen Jobs kamen fast 700 eingegangene Bewerbungen.

Jenseits der Zahlen erkennt der Salzburger Unternehmer noch einen weiteren Vorteil. „Berührungsängste werden abgebaut, denn nicht alle Menschen sind den Umgang mit Menschen mit Behinderung gewöhnt. Das aber verflüchtigt sich bei einem ersten Kennenlernen schnell,“ weiß er aus eigener Erfahrung. Beispiele ‚aus dem Leben‘ finden sich übrigens ebenfalls im Jobportal Lebenshilfe Oberbayern. In kleinen Video-Clips stellen sich Mitarbeiter und ihre Arbeit vor. Im Bereich ‚Ausbildung‘ etwa werden auch die verschiedenen Berufe wie Erzieher/in, Heilerziehungspfleger/in, Heilpädagog/in und Sozialpädagog/in vorgestellt und die Möglichkeit für junge Menschen in die Lebenshilfe-Einrichtungen ‚hineinzuschnuppern‘, etwa im Rahmen eines Praktikums.

Mehr Infos zur Agentur finden Sie unter:
www.typo-wimmer.at/

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