Teilhabe am öffentlichen Leben ermöglichen

– Neue Webseite informiert über Barrierefreiheit –

Die Inklusion von Menschen mit Behinderung, ihre Teilhabe am gesellschaftlichen und öffentlichen Leben, ist ein Prozess über viele Jahre hinweg. In München etwa beschloss die Stadt vor zehn Jahren, in enger Zusammenarbeit mit Betroffenen, Organisationen und Vereinen, ein ganzes Maßnahmenpaket zur Verbesserung der Rahmenbedingungen, weitete es 2019 aus und will bis zum Jahr 2025 einen nächsten Aktionsplan für Menschen mit Behinderung erarbeiten. Die Stadt München hat sich dafür den Slogen „München wir inklusiv“ ins Stammbuch geschrieben. Es ist ein Prozess über Jahrzehnte hinweg und aktuell arbeitet die Landeshauptstadt an 30 Projekten, 50 wurden bereits erfolgreich umgesetzt.

Das jüngste Beispiel ist eine Website, die über die Barrierefreiheit von Kultureinrichtungen informiert. Sie nennt wichtige Details, die eben für Menschen mit acht ganz unterschiedlichen Einschränkungen von Bedeutung sind. Von Hörgeschädigten und Sehbehinderten, von Rollstuhlfahrern und Gehbehinderten, Gehörlosen und blinden Menschen bis hin zu psychisch-seelischen Behinderungen und kognitiven Einschränkungen, also Menschen mit geistiger Behinderung. Die Seite ist barrierefrei aufgebaut und nennt sich darum „kultur-barrierefrei-muenchen.de“. 250 Einrichtungen in München stellt sie vor.

Die Rathaus-Rundschau präsentiert sie im offiziellen Stadtportal der Landeshauptstadt wie folgt: „Die Website http://www.kultur-barrierefrei-muenchen.de bietet Menschen mit Behinderung Informationen rund um den Besuch von Münchner Kultureinrichtungen. Der gemeinnützige Verein KulturRaum München hat die Internetseite im Auftrag des Kulturreferats entwickelt. In enger Zusammenarbeit mit dem cbf – Club Behinderter und ihrer Freunde e.V. ist eine Informationsplattform zur Barrierefreiheit von 250 Kulturorten in der Stadt entstanden. Das Projekt ist im zweiten Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention der Stadt München verankert.“

„Kulturbesuche sind ein aufwändiges Unterfangen“

Die Lebenshilfe München wirkt von Anfang an bei der Erarbeitung und Ausgestaltung der Aktionspläne der Stadt München für Menschen mit Behinderung mit (siehe Link). Auch der Behindertenbeauftragte der Stadt München, Oswald Utz, freut sich über das neue Angebot: „Eine Kulturveranstaltung zu besuchen, ist für viele Menschen mit Behinderungen noch immer ein aufwändiges Unterfangen. Gibt es eine Toilette für Rollstuhlfahrer*innen? Hat es eine Induktionsschleife für hörgeschädigte Menschen? Dies sind nur zwei Fragen, die sich diese Personengruppe vor einer Veranstaltung stellt. Endlich gibt es auf der neuen Homepage http://www.kultur-barrierefrei-muenchen.de Antworten auf all diese Fragen. Ich danke allen, die zur Verwirklichung beigetragen haben, denn dies ist ein weiterer Schritt zu mehr Teilhabechancen.“

Ebenso äußert sich Monika Burger, Behindertenbeirätin der Stadt München: „Die Webseite http://www.kultur-barrierefrei-muenchen.de ist sehr nützlich, weil nicht nur die großen Häuser, sondern auch kleine Kulturorte für alle Behinderungsarten äußerst detailliert beschrieben werden. Die Angaben richten sich beispielsweise auch an Menschen mit psychischer Beeinträchtigung oder Lernschwierigkeiten, die oft vergessen werden. Die Formulierungen sind gut verständlich und die Webseite barrierefrei programmiert.“

Vom Februar 2015: Aktionsplan-fuer-Menschen-mit-Behinderung
Vom August 2021: UN-Behinderten-Rechtskonvention-Muenchen-zieht-Bilanz
Aus der Rathaus-Rundschau: Website-zur-Barrierefreiheit-von-Kultureinrichtungen-gestartet
Die neue Webseite: www.kultur-barrierefrei-muenchen.de

Kommentar verfassen