Behinderten-Werkstatt inszeniert seit 30 Jahren einen Christkindlmarkt

Ü B E R   D E N   Z A U N   G E S C H A U T

Christkindlmarkt Piding mit 14.000 Besuchern an zwei Wochenenden

Die Geschichte des Christkindlmarktes der 1984 in Piding geschaffenen Werkstätten der Lebenshilfe reicht weit zurück und ist für den Ort, die umliegenden Gemeinden und den Landkreis ein Stück gepflegter Tradition geworden. An den beiden Wochenenden des 2. und 3. Advents strömten auch 2017 wieder viele Menschen zum Christkindlmarkt. Geschäftsführer Hermann Seeböck schätzt auf bis zu 14.000 Besucher, die das abwechslungsreiche Programm, aber auch die Einrichtung der ‚Pidinger Werkstätten GmbH der Lebenshilfe BGL‘ sehen möchten.

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Dabei kann die Werkstatt auf eine rege Mithilfe zählen, die für den Auf- und Abbau, die Standbetreuung, Parkplatzdienst, Werbung, und beim Rahmenprogramm helfen. „Es waren weit mehr als 200 Helfer und zusätzlich unterstützen uns Sponsoren, etwa bei der Tombola“, freut sich Seeböck. Viele der Helfer waren bereits bei der Anfahrt tätig, beim Einweisen der vielen Autos auf der großen Wiese, die zeitweise voll besetzt war. Überhaupt ist die „Behindertenwerkstätte“, die Pidinger Werkstätten, ein fester Teil des Pidinger Geschäfts- und Kulturlebens. Man ist stolz auf so viel gute und engagierte Arbeit, die hier von Menschen mit Behinderung und erfahrenen und pädagogisch ausgebildeten Fachkräften geleistet wird. 

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Gespendet wurde auf dem Pidinger Christkindlmarkt ebenfalls: der Globusmarkt Freilassing etwa mit 60 Christbäumen für die Deko, das Kempinski Hotel Berchtesgaden mit einem 500,- Euro-Gutschein als Hauptpreis der Tombola. Eine Christkindl-Spende von über 2000 Euro kam von der VR-Bank Oberbayern Südost und wird für eine neue Pausenzone genutzt. Den Scheck übergab Direktor Josef Frauenlob am Christkindlmarkt an Geschäftsführer Hermann Seeböck und Bürgermeister Hannes Holzner, der die Gesellschafter vertrat.

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Spenden in Form von ManPower gaben die vielen Künstler mit Darbietungen ihrer Handwerkskünste. Was aber wäre ein Christkindlmarkt ohne wärmenden Glühwein oder Kinderpunsch, ohne Brotzeiten und exotische Leckereien oder bodenständige Schmankerl. Auf die “staade Zeit” einstimmen mit adventlichen Bläserweisen, Gesangsgruppen oder dem traditionellen Besuch der Kramperl- und Perchtengruppen mit ihrem Nikolaus. Auf dem Pidinger Christkindlmarkt gaben sich alle ein Stelldichein.

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An allen vier ‚Markttagen‘ gab es ein großes Kinderprogramm mit Vorführungen von Kunsthandwerkern, eine große Tombola, sowie Schmuck- und Holzbasteln für Kinder. Ein Kleintierzoo, eine lebensgroße Krippe und auf dem Rundkurs durch die Räume überall viel zu entdecken. Das musikalische Programm gestalteten Heimat- und Volksmusiker: Musikschule Teisendorf, Bläser der Musikkapelle Piding, Bläser der Musikkapelle Thundorf-Straß, Willi Huber aus Waging und seine Ziachschüler, Bläser der Musikkapelle Neukirchen, Imphausmusi, Konzert des Orchester Regenbogen, Flügelhornduo Aschauer/Greil, Häusler Hias und seine Pidinger Ziachgruppe, Bläser der Bergschützenkapelle Anger, Pidinger Böllerschützen.

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Selbst für einen kostenlosen, halbstündlichen Bustransfer war gesorgt: von und zu den Haltestellen Bahnhof Piding und Ortsmitte Piding sowie zur Haltestelle Bahnhof Hammerau. Damit machte man die exponierte Lage der Pidinger Werkstätten wieder wett, sie liegt nämlich ein bis zwei Kilometer außerhalb des Ortes.

Text & Fotos: Gerd Spranger
Kontakt zu den Pidinger Werkstätten:
Hirschloh 1 + 3 / D – 83451 Piding
Telefon: +49 (0)8651 / 960-0
email: info@pwlh.de
web: www.pwlh.de

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