VDK fordert: Endlich handeln

Während Wirtschaftsminister Wolfgang Schäuble die Regierungsarbeit der letzten Jahre lobt, auf gesicherte Sozialsysteme und auf eine niedrige Arbeitslosigkeit verweist, klagt der VDK eine zunehmende Spaltung der Gesellschaft an. Der Verband möchte mit seiner Aktion „Endlich handeln!“ ein deutliches Signal für die kommende Bundestagswahl setzen.

Der VDK erkennt in der strikten Sparpolitik im Sozialbereich eine weitere Verschlechterung der Situation von ohnehin schon benachteiligten Bevölkerungskreisen. Der Verband verweist auf die Vermögensverteilung im Lande. Demnach verfügen ‚die oberen 10 Prozent‘ über 59 Prozent aller Vermögen. 1998 lag dieser Wert noch bei 45 Prozent. Der Anteil der unteren (Einkommens-) Hälfte der Bevölkerung läge sogar bei nur einem Prozent des Volksvermögens.

Ob Rentnerinnen und Rentner mit geringem Einkommen, Arbeitslose, Alleinerziehende, chronisch Kranke, Menschen mit Behinderung oder Familien und Arbeitnehmer – immer mehr Menschen haben Angst vor dem sozialen Abstieg. „Sie mussten in den letzten Jahren viel zu viele Einschnitte verkraften“, so VDK-Präsidentin Ulrike Mascher. Die Stabilität einer Gesellschaft hänge aber vom Grad der sozialen Gerechtigkeit ab.

Der Verband fordert:

Der Sozialverband VdK fordert im Einzelnen:

  • Armut darf nicht zur Normalität werden. Die Bekämpfung der Armut in allen Altersgruppen muss an erster Stelle stehen.

  • Rente muss zum Leben reichen. Altersarmut muss bekämpft werden.

  • Gesundheit muss für alle bezahlbar sein. Der Teufelskreis „Krankheit macht arm“ und „Armut macht krank“ muss gestoppt werden.

  • Pflege muss menschenwürdig sein. Wer pflegebedürftig ist, muss sich auf die gesetzliche Pflegeversicherung verlassen können.

  • Behinderung darf niemanden ausgrenzen. Inklusion muss endlich in Schule, Beruf und Alltag gelebt werden.

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